Kurz gesagt: Die Chemie im Medizinstudium an der LMU München läuft über ein zweiwöchiges Praktikum in der vorlesungsfreien Zeit, geprüft wird laut Fachschaft online Ende März oder Anfang April. Du brauchst keinen Chemie-Leistungskurs, aber Rechenroutine mit Stoffmengen, Säuren und Basen. Wer im ersten Semester regelmäßig übt, geht besser vorbereitet in die Prüfung.
Im Wintersemester dominiert die Anatomie den Stundenplan, und Chemie fühlt sich weit weg an: Das Praktikum liegt in der vorlesungsfreien Zeit, die Prüfung erst im Frühjahr. Genau das macht sie tückisch. Wer Chemie bis März schiebt, steht plötzlich in den zwei Praktikumswochen und merkt, dass die Rechenroutine aus der Schule längst verschwunden ist.
Wie läuft die Chemie im ersten Studienjahr in München ab?
Laut Fachschaft Medizin ist das Chemie-Praktikum zweiwöchig und findet in der vorlesungsfreien Zeit statt. Die Prüfung dazu wird online abgelegt, Ende März oder Anfang April. Die Angaben stammen von der Fachschaft, Termine können sich also verschieben. Verbindlich sind die Hinweise der Fakultät und die Ankündigungen zum Praktikum.
Das hat Folgen für deine Planung. Zwischen Semesterbeginn und Prüfung liegen mehrere Monate, in denen die Anatomie mit Testaten und Prüfungen die Aufmerksamkeit bindet. Wenn du Chemie nur in den Praktikumswochen anfasst, hast du keine Zeit mehr, Lücken zu schließen.
Welche Chemie-Themen musst du sicher beherrschen?
Welche Gewichtung die Prüfung in München hat, erfährst du im Praktikum. Fachübergreifend bewährt sich aber eine Gliederung, die in der Medizin immer wieder auftaucht. Die Tabelle zeigt, was du am Anfang schaffen solltest und wo der Stoff später wiederkehrt.
| Thema | Das solltest du können | Später wichtig für |
|---|---|---|
| Stoffmenge und Konzentration | mol, Molarität, Verdünnungen rechnen | Laborwerte, Infusionen |
| Säuren und Basen | pH-Wert berechnen, Puffer verstehen | Säure-Base-Haushalt |
| Redoxreaktionen | Oxidationszahlen, Elektronenübertragung | Atmungskette |
| Organische Grundlagen | Funktionelle Gruppen benennen und erkennen | Biochemie, Pharmakologie |
| Gleichgewicht | Massenwirkungsgesetz anwenden | Enzymkinetik, Transport |
Warum scheitern so viele an den Rechenaufgaben?
Selten fehlt das Verständnis, oft fehlt die Routine. Rechenaufgaben in der Chemie sind meist kurze Textaufgaben: Gegeben ist eine Masse, gesucht ist eine Konzentration, dazwischen liegen zwei Umrechnungen. Wer das mit Einheiten durchrechnet, löst es. Wer die Einheiten weglässt, rechnet sich in die Irre.
Ein bewährter Ablauf: Gegebenes und Gesuchtes aufschreiben, die Formel nennen, Zahlen mit Einheiten einsetzen, am Ende prüfen, ob das Ergebnis plausibel ist. Eine Blutkonzentration von mehreren Mol pro Liter kann nicht stimmen. Dieser letzte Gedanke rettet viele Punkte.
Was bringt das Praktikum, und wie bereitest du dich darauf vor?
In den zwei Wochen arbeitest du praktisch mit dem Stoff aus der Chemie. Das lohnt sich nur, wenn du vorher weißt, was geübt wird. Lies die Unterlagen zum Praktikum am Vorabend und rechne Mengen und Konzentrationen einmal selbst durch, dann verlierst du keine Zeit mit Nachschlagen.
Unterschätze die Zeit rund um das Praktikum nicht. Weil die Online-Prüfung laut Fachschaft Ende März oder Anfang April liegt, kann noch Luft zum Üben bleiben, aber nur dann, wenn du das Praktikum nicht als Abschluss des Lernens betrachtest. Es ist eher der Moment, in dem du merkst, welche Themen noch wackeln.
Wie kommst du ohne Chemie-Leistungskurs durch?
Du musst nicht jedes Detail aus der Oberstufe mitbringen, aber die Grundrechnungen und die Logik von Säure und Base sollten sitzen. Wenn Chemie bei dir lange zurückliegt, hilft der Vorbereitungskurs für Chemie, Biologie und Physik, die Basics systematisch aufzufrischen. Danach kannst du dich auf die Aufgaben konzentrieren, die im Praktikum tatsächlich vorkommen.
Wer sich grundsätzlich einen Überblick verschaffen will, was in der Chemie für Mediziner Standard ist, findet ihn im Ratgeber Chemie für Mediziner: Stoff und Lernweg.
Welchen Lernplan nutzt du bis zur Online-Prüfung?
Weil die Prüfung im Frühjahr liegt, kannst du den Plan auf mehrere Phasen verteilen. Der Rhythmus unten ist bewusst leicht gehalten, damit er neben der Anatomie funktioniert und keine eigene Vollzeitbaustelle wird.
- Oktober bis November: eine Stunde pro Woche Grundlagen, Stoffmenge, Konzentration, Einheiten.
- Dezember bis Januar: alle zwei Wochen ein Block zu Säuren, Basen und Puffern, jeweils mit mindestens fünf Aufgaben.
- Februar: Redox und organische Grundlagen als Karteikarten, Reaktionstypen zuordnen.
- Kurz vor den Praktikumswochen: Rechenaufgaben aus allen Themen gemischt, ohne Hilfe, mit Zeitbegrenzung.
- Bis zur Prüfung: Fehlerliste abarbeiten, alte Aufgaben wiederholen, nichts Neues anfangen.
Welches Material reicht für die Chemie?
Ein Hauptmaterial genügt. Der Kurs Chemie für Mediziner von allgemeiner bis organischer Chemie deckt die naturwissenschaftlichen Grundlagen ab, die du für die Vorklinik brauchst. Er ersetzt weder das Praktikum noch die Vorgaben der Fakultät, sondern gibt dir einen Faden durch den Stoff.
Eine Einordnung zu den anderen Naturwissenschaften und den ersten Klausuren findest du auf der Seite Erste Klausuren in München im Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Chemie-Praktikum dauert laut Fachschaft zwei Wochen und liegt in der vorlesungsfreien Zeit.
- Die Online-Prüfung wird laut Fachschaft Ende März oder Anfang April abgelegt, verbindlich sind die Fakultätsangaben.
- Stoffmenge, Konzentration und Säure-Base-Rechnen sind das Fundament, auf dem alles andere aufbaut.
- Ein Chemie-Leistungskurs ist keine Voraussetzung, Rechenroutine schon.
- Eine Stunde pro Woche ab Oktober schlägt jede Marathon-Woche im Februar.
Häufig gestellte Fragen
1. Wie lange dauert das Chemie-Praktikum an der LMU?
Laut Fachschaft Medizin dauert es zwei Wochen und liegt in der vorlesungsfreien Zeit. Den genauen Zeitraum nennt dir der Stundenplan.
2. Wie wird die Chemie in München geprüft?
Die Fachschaft nennt eine Online-Prüfung Ende März oder Anfang April. Welche Hilfsmittel erlaubt sind und wie viele Aufgaben drankommen, erfährst du im Praktikum.
3. Brauche ich Chemie im Abitur?
Ein Leistungskurs ist nicht nötig. Du solltest aber sicher mit Stoffmengen und pH-Werten rechnen können oder dir diese Grundlagen im ersten Semester aneignen.
4. Ist die organische Chemie schwer?
Sie fühlt sich anfangs wie Vokabeln an: funktionelle Gruppen, Reaktionstypen, Strukturformeln. Wenn du sie als Bausteine lernst und immer wieder zeichnest, wird sie überschaubar.
5. Kann ich das Praktikum vorbereiten?
Ja. Lies die Versuchsanleitung vorab und rechne die Mengen einmal selbst durch. So brauchst du im Labor weniger Zeit und verstehst, was passiert.
6. Wann sollte ich mit dem Lernen für Chemie anfangen?
Idealerweise im Oktober mit einer Wochenstunde. Der Stoff ist nicht riesig, aber die Rechenroutine braucht Wochen, nicht Tage.
Weiterlesen für München
Medizin 1. Semester in München, Physikum an der LMU München, Anatomie in München sowie Erste Klausuren Medizin in München.
Passendes Material
- Chemie für Mediziner – Allgemeine und organische Chemie bis zur Klausur (19,90 €)
- Vorbereitungskurs Medizinstudium – Chemie, Biologie und Physik auf dem Niveau, das ab Woche 1 vorausgesetzt wird (69,90 €)
Medizin Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und steht in keiner Verbindung zur Ludwig-Maximilians-Universität München. Verbindlich sind die Studien- und Prüfungsordnung sowie die Bekanntmachungen der Fakultät.

Kommentare
Noch keine Kommentare — stell gerne deine Frage oder teile deine Erfahrung.
Kommentar hinterlassen
Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Danke für deinen Kommentar!
Dein Kommentar wird nach kurzer Prüfung freigeschaltet.