Kurz gesagt: Für die erste Chemieklausur im Medizinstudium an der Uni Bonn planst du rückwärts: Vom Klausurtag aus legst du Meilensteine fest, etwa die Wiederholungswoche, die Probeklausur und die Themenblöcke davor, und baust vor jedem Meilenstein einen Puffer ein. Laut Erstiheft der Fachschaft gibt es zwei Chemieklausuren, eine zum anorganischen und eine zum organischen Teil. Die Termine stehen im Stundenplan deiner Planungsgruppe.
Am 12.10.2026 beginnt die Vorlesungszeit, um 15:00 Uhr folgt die Begrüßung im Anatomie-Hörsaal, und die Planungsgruppe mit ihrem festen Stundenplan steht schon fest. Wer jetzt noch kein Datum für die Chemieklausur im Kalender hat, plant am besten genau damit: Erst der Termin, dann alles, was davor passieren muss. Dieser Text zeigt, wie du aus dem Klausurtag einen Zeitplan mit Puffern machst.
Warum plane ich die Chemieklausur vom Klausurtag aus rückwärts?
Rückwärtsplanung ist sinnvoll, weil das Datum die einzige feste Größe ist und alles andere sich davon ableiten lässt. In Bonn wird sie zusätzlich dadurch erleichtert, dass die Planungsgruppe einen verbindlichen Stundenplan hat und Wechsel nur in dokumentierten Härtefällen vorgesehen sind. Du weißt also früh, wann Praktikum, Seminar und Prüfungen liegen.
Wer vorwärts plant, beginnt meist mit dem ersten Kapitel und stellt kurz vor der Klausur fest, dass für die organische Chemie nur noch zwei Abende bleiben. Wer rückwärts plant, sieht diesen Engpass im Oktober, nicht im Dezember.
Welche festen Daten stehen am Anfang des Semesters schon fest?
Fest stehen der Orientierungs-Webinar-Termin am 05.10.2026 um 10:00 Uhr, der Vorlesungsbeginn am 12.10.2026 und die Begrüßung am selben Tag um 15:00 Uhr. Der freiwillige Chemie-Vorkurs liegt davor, und die Fachschaft veranstaltet eine Willkommenswoche.
Laut Erstiheft der Fachschaft (Ausgabe WS 2022/23, deshalb vor Ort prüfen) besteht das Chemie-Praktikum aus acht Tagen zu anorganischer und organischer Chemie mit zwei Klausuren, und der Chemie-Schein ist Voraussetzung für Biochemie im 2. Semester. Die Termine der Klausuren selbst erfährst du in der Einführung zum Praktikum und im Stundenplan. Mehr zu den Prüfungen des Semesters findest du auf der Seite Erste Klausuren in Bonn im Überblick.
Bonn bietet außerdem ein Pre-SciMed-Programm für wissenschaftliches Arbeiten an. Es richtet sich an Interessierte und ist kein Ersatz für Chemie; wenn du teilnimmst, trägst du es als eigenen Posten in den Plan ein.
Wie sieht die Rückwärtsplanung Schritt für Schritt aus?
Du trägst zuerst den Klausurtag ein und arbeitest dich Schritt für Schritt nach vorn. Die Wochenangaben hängen von der Zeit zwischen Semesterstart und Termin ab; wenn weniger Zeit bleibt, kürzt du die Themenblöcke, nicht die Probeklausur.
Für zwei Klausuren wiederholst du das Muster einmal pro Teil. Die Termine beider Klausuren nennt der Stundenplan deiner Planungsgruppe; der erste Termin bestimmt, wie viel Raum du für den zweiten Teil hast.
- Tag der Klausur: Trage ihn mit allen Fristen ein. Am Vortag lernst du nichts Neues, sondern gehst nur deine Fehlerliste durch.
- Fünf bis sieben Tage vorher: Probeklausur unter Prüfungsbedingungen, mit Zeitlimit und ohne Unterlagen. Danach ein halber Tag nur zur Auswertung.
- Zwei Wochen vorher: Puffer. Hier landet alles, was in den Wochen davor nicht geklappt hat. Wenn der Puffer leer bleibt, wiederholst du schwache Themen.
- Drei bis vier Wochen vorher: Themenblock Säuren, Basen, Puffer und Redox, jeweils mit zehn Rechenaufgaben und anschließender Selbstkontrolle.
- Fünf bis sechs Wochen vorher: Rechnen mit Stoffmenge, Konzentration und Verdünnung. Das ist die Grundlage der Aufgaben im Praktikum.
- Direkt nach dem Semesterstart: Selbsttest mit zehn Aufgaben aus der Schulchemie, damit du weißt, wo du anfängst und welcher Block verlängert werden muss.
- Wöchentlich: Ein Termin von 30 Minuten, in dem du den Plan prüfst und Blöcke verschiebst, bevor sie sich stauen.
Wie sieht das an einem Beispieltermin konkret aus?
Angenommen, die erste Chemieklausur liegt an einem Freitag in der neunten Vorlesungswoche; diese Zahl ist nur ein Rechenbeispiel, den echten Termin liefert dein Stundenplan. Dann ist die Probeklausur in Woche acht, der Puffer in Woche sieben, Säuren, Basen und Redox in den Wochen fünf und sechs und das Rechnen mit Stoffmengen in den Wochen drei und vier. Die ersten beiden Wochen gehören dem Selbsttest und dem Einstieg ins Praktikum.
Du siehst: Selbst bei neun Wochen bleibt nur ein Zeitfenster von gut einer Woche pro Block. Deshalb zahlt sich ein Plan aus, der nicht erst in Woche vier entsteht. Bei der zweiten Klausur gilt dasselbe Muster, nur mit dem jeweils anderen Teil als Themenblock.
Wie groß sollten die Puffer in meinem Plan sein?
Rechne pro Themenblock mit etwa einem Drittel Reserve und vor der Probeklausur mit einer ganzen Woche. Das klingt viel, ist aber realistisch, weil in einem Semester mit fünf bis sechs Prüfungen laut Erstiheft immer etwas dazwischenkommt.
Ein Puffer ist kein freier Tag, sondern eine bewusste Lücke im Plan. Er wird gefüllt, wenn ein Block nicht abgeschlossen wurde, und bleibt sonst als Erholung oder für ein anderes Fach. Das gilt besonders vor der Terminologieklausur und der Klausur zur Anatomischen Propädeutik, die ebenfalls im 1. Semester geprüft werden.
Womit fülle ich die Blöcke zwischen den Meilensteinen?
Mit Aufgaben, die du ohne Hilfe löst, und nicht mit Lesen. Wenn du Chemie von der Pike auf neu ordnen willst, hilft der Kurs Chemie für Mediziner, der die naturwissenschaftlichen Grundlagen von der Stoffmenge bis zur organischen Chemie durchgeht. Für Chemie, Biologie und Physik zugleich gibt es den Vorbereitungskurs für die ersten Wochen.
Beide Kurse sind nicht auf Bonn zugeschnitten. Sie liefern die Basis, die in der Vorklinik bundesweit gebraucht wird. Ob du sie brauchst, zeigt dir der Selbsttest nach dem Semesterstart. Wer nur beim Rechnen unsicher ist, kommt mit den Aufgaben aus Praktikum und Seminar aus. Lege dir eine Reservewoche in den Plan, die du bewusst nicht belegst; sie nimmt den Druck, wenn eine Erkältung oder ein Praktikumstermin dazwischenkommt.
Was ist, wenn der Plan schon in Woche zwei kippt?
Dann schiebst du den nächsten Meilenstein nicht nach hinten, sondern streichst im Plan zuerst die Wiederholungen und dann die Zusatzthemen. Die Probeklausur und das Rechnen behalten ihren Platz.
Sprich außerdem früh mit Studierenden aus höheren Semestern. Das Mentorenprogramm für Studienanfänger bringt dich mit Studierenden des klinischen Abschnitts zusammen, die den Ablauf kennen.
Das Wichtigste in Kürze
- Trage den Klausurtermin sofort ein und plane von dort aus alles andere rückwärts.
- Laut Erstiheft der Fachschaft gibt es zwei Chemieklausuren, eine anorganische und eine organische; der Schein gilt als Voraussetzung für die Biochemie im 2. Semester.
- Puffer von etwa einem Drittel pro Block und eine volle Woche vor der Probeklausur halten den Plan stabil.
- Ein Selbsttest in den ersten Tagen entscheidet, welche Blöcke länger werden.
- Streiche bei Zeitnot zuerst Wiederholungen, nie die Probeklausur.
Häufig gestellte Fragen
1. Wann sollte ich mit dem Lernen für die Chemieklausur anfangen?
Mit dem Selbsttest in der ersten Woche. Die eigentlichen Themenblöcke beginnen sechs Wochen vor der Klausur. Der freiwillige Chemie-Vorkurs vor Vorlesungsbeginn kann dir dafür einen Vorsprung geben.
2. Gilt der Erstiheft-Stand von 2022 auch für mein Semester?
Er dient als Orientierung, ist aber nicht verbindlich. Verlass dich bei Terminen, Zahl der Praktikumstage und Prüfungsform auf Stundenplan, Kursankündigung und die Hinweise im Praktikum.
3. Wie verteile ich Zeit zwischen Chemie und den anderen Fächern?
Lege die Meilensteine aller Prüfungen in einen gemeinsamen Kalender und achte darauf, dass in keiner Woche zwei Probeklausuren liegen. Wenn Termine kollidieren, hat die Prüfung mit dem näheren Datum Vorrang.
4. Kann ich mit der Planungsgruppe zusammen lernen?
Ja, die Gruppe hat denselben Stundenplan und damit meist denselben Rhythmus. Für gegenseitiges Abfragen und das gemeinsame Rechnen von Aufgaben ist das eine gute Ausgangslage.
5. Reicht das Praktikum als Vorbereitung?
Es gibt Praxis und erste Aufgaben, ersetzt aber nicht das Üben von Rechnungen unter Zeitdruck. Ergänze es mit einer Probeklausur und der Fehlerliste.
6. Was mache ich, wenn ich eine der beiden Klausuren nicht bestehe?
Wie Wiederholungen und Nachtermine geregelt sind, steht in den Hinweisen zum Praktikum und in der Prüfungsordnung. Plane den Wiederholungstermin wie eine neue Klausur rückwärts, mit Fehlerauswertung als erstem Schritt.
7. Wie viele Aufgaben brauche ich bis zur Probeklausur?
Plane etwa zehn bis fünfzehn Aufgaben pro Woche, jeweils mit Lösungsweg und Einheiten. Entscheidend ist, wie viele du ohne Nachschlagen richtig löst, nicht die Gesamtzahl.
Weiterlesen für Bonn
Medizin 1. Semester in Bonn, Physikum an der Uni Bonn, Anatomie in Bonn sowie Erste Klausuren Medizin in Bonn.
Passendes Material
- Vorbereitungskurs Medizinstudium – Chemie, Biologie und Physik auf dem Niveau, das ab Woche 1 vorausgesetzt wird (69,90 €)
- Chemie für Mediziner – Allgemeine und organische Chemie bis zur Klausur (19,90 €)
Medizin Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und steht in keiner Verbindung zur Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Verbindlich sind die Studien- und Prüfungsordnung sowie die Bekanntmachungen der Fakultät.

Kommentare
Noch keine Kommentare — stell gerne deine Frage oder teile deine Erfahrung.
Kommentar hinterlassen
Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft.
Danke für deinen Kommentar!
Dein Kommentar wird nach kurzer Prüfung freigeschaltet.