Äquivalenzprüfungen Witten/Herdecke: was in der Vorklinik an der Uni Witten/Herdecke geprüft wird
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An der Universität Witten/Herdecke ersetzen fünf Äquivalenzprüfungen den staatlichen Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Auf dieser Seite siehst du, wie sie aufgebaut sind, was die Bestehensregel für deine Planung bedeutet und wie du Wissen über mehrere Module hinweg verfügbar hältst.
- 5 Äquivalenzprüfungen
- 3 schriftlich im MEQ-Format
- 2 kombiniert im OSCE-Format
- 4 von 5 müssen bestanden sein
- Klinisches Studium ab Semester 5
Kurz gesagt: Die Äquivalenzprüfungen der Universität Witten/Herdecke bestehen aus drei schriftlichen Prüfungen im MEQ-Format am Ende des 2., 3. und 4. Semesters und zwei kombinierten im OSCE-Format am Ende des 2. und 3. Semesters. Mindestens vier der fünf müssen bestanden sein, damit du ins klinische Studium ab dem 5. Semester eintreten kannst. Ein klassisches Physikum gibt es hier nicht; die beste Vorbereitung ist ein früh aufgebautes, laufend wiederholtes Fachwissen.
Was wird in Witten statt des Physikums geprüft?
Ein klassisches Physikum gibt es in Witten nicht. Die Universität Witten/Herdecke führt Humanmedizin als Modellstudiengang, und die Prüfungsordnung sieht anstelle des staatlichen Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung fünf Äquivalenzprüfungen vor. Der Dritte Abschnitt, das Staatsexamen, folgt nach dem Praktischen Jahr.
Die Tabelle zeigt den Aufbau. Sie stammt aus der Prüfungsordnung Medizin der Universität Witten/Herdecke, die für alle gilt, die ab dem Wintersemester 2025/26 zugelassen wurden. Bei Fragen zu Sonderfällen gilt immer der Wortlaut der Ordnung.
Wichtig für dich als Erstsemester: Die erste Äquivalenzprüfung liegt nicht vor dem Ende des 2. Semesters. Du hast also das gesamte erste Studienjahr, um Fachwissen aufzubauen, bevor es das erste Mal an die Äquivalenzprüfungen geht. Zusätzlich gibt es benotete Modulprüfungen; wann sie liegen, nennt das Department.
Wer an anderen Hochschulen mit dem Physikum als großem Termin plant, muss umdenken, denn in Witten gibt es diesen einen Termin nicht. Hier verteilt sich die Last auf mehrere Prüfungen und mehrere Semester. Das nimmt dem einzelnen Termin etwas Schärfe, verlangt aber ein gleichmäßigeres Lernen. Ein langer Endspurt wie vor einer einzelnen Abschlussprüfung funktioniert in diesem Aufbau schlechter.
Das gilt für Witten
- Fünf Äquivalenzprüfungen statt staatlichem Ersten Abschnitt
- Drei schriftliche im MEQ-Format, zwei kombinierte im OSCE-Format
- Mindestens vier von fünf müssen bestanden sein
- Zusätzlich benotete Modulprüfungen nach § 27 ÄApprO
- Progresstest formativ, Teilnahme verpflichtend
Tabelle seitlich scrollbar →
| Prüfung | Format | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Äquivalenzprüfung 1 | Schriftlich, MEQ | Ende 2. Semester |
| Äquivalenzprüfung 2 | Kombiniert, OSCE | Ende 2. Semester |
| Äquivalenzprüfung 3 | Schriftlich, MEQ | Ende 3. Semester |
| Äquivalenzprüfung 4 | Kombiniert, OSCE | Ende 3. Semester |
| Äquivalenzprüfung 5 | Schriftlich, MEQ | Ende 4. Semester |
Wie laufen Prüfungen im MEQ- und OSCE-Format ab?
MEQ steht für ein schriftliches Format mit fallbasierten Fragen. Du bekommst eine Situation und beantwortest nacheinander mehrere Fragen dazu, in der Regel mit eigenen Formulierungen statt mit Ankreuzen. Das verlangt, dass du Zusammenhänge erklären kannst und nicht nur einzelne Fakten wiedererkennst.
OSCE steht für ein Prüfungsformat mit praktischen Stationen. Du wechselst von Station zu Station und zeigst an jeder eine kleine, klar umrissene Aufgabe. Die kombinierten Prüfungen laufen im OSCE-Format; wie viele Stationen es gibt, wie lang jede dauert und wie sie aufgebaut sind, erfährst du vom Department.
Beide Formate prüfen mehr als Wiedererkennen. Wer nur Karteikarten mit Einzelfakten lernt, tut sich schwer, wenn ein Fall mehrere Fächer verbindet. Üb deshalb von Anfang an, Mechanismen laut und in ganzen Sätzen zu erklären, und rechne bei Aufgaben den ganzen Weg mit, bis zum Ergebnis samt Einheit.
Reines Kreuzen von MC-Fragen ersetzt das nicht. Fragensammlungen können ein Fach abfragen und Lücken sichtbar machen, ersetzen aber keine freie Antwort. Nutze sie als Ergänzung für einzelne Fächer, etwa mit den 250 Anatomie-MC-Fragen, wenn du ein Kapitel kontrollieren willst.
Für OSCE-Stationen gilt zusätzlich: Üben ist Handeln. Gehe mit zwei bis drei Mitlernenden praktische Abläufe durch, sprich laut mit, was du tust, und gib einander Rückmeldung. Weil die klinisch-praktische Ausbildung in Witten schon im 1. Semester beginnt, hast du früh Gelegenheit, solche Abläufe in echten Situationen zu erleben und danach in der Gruppe nachzubesprechen.
Für MEQ lohnt sich eine einfache Übung: Nimm ein Thema, das du gerade gelernt hast, und schreibe dazu drei Fragen auf, die aufeinander aufbauen. Die erste fragt nach dem Befund oder der Beobachtung, die zweite nach dem Mechanismus dahinter, die dritte nach der Konsequenz. Tauscht diese Fragen in der Gruppe und beantwortet sie schriftlich in ganzen Sätzen.
Was bedeutet die Vier-von-fünf-Regel für deine Planung?
Von den fünf Äquivalenzprüfungen müssen mindestens vier bestanden sein, damit du ins klinische Studium ab dem 5. Semester wechselst. Das ist Spielraum, aber kein Freibrief. Eine nicht bestandene Prüfung kannst du verkraften, zwei nicht.
Für deine Planung folgt daraus: Behandle keine Prüfung als Übungsrunde. Jede Prüfung zählt, auch wenn eine einzelne ausgleichbar ist. Wie Wiederholungen und Fristen im Detail geregelt sind, steht in der Prüfungsordnung; lies diesen Abschnitt in den ersten Wochen einmal vollständig, damit dich im Ernstfall nichts überrascht.
Der Progresstest ist formativ. Er soll dir zeigen, wo du im Vergleich zum erwarteten Stand stehst, und die Teilnahme ist verpflichtend. Nutze ihn als Standortbestimmung: Welche Fächer sind sicher, welche brauchen mehr Zeit? Das Ergebnis lässt sich direkt in deinen Wochenplan übersetzen.
Die benotete Modulprüfung nach § 27 ÄApprO ist eine weitere Ebene. Welche Module in deinem Semester geprüft werden und in welcher Form, nennt das Department in der Einführung und im Studienplan.
Rechne deine Planung also nicht auf die Mindestzahl herunter. Wer von Beginn an auf alle fünf Prüfungen hinarbeitet, hat am Ende Reserven für einen schlechten Tag. Wer sich schon vorher auf vier festlegt, hat keine.
Sprich früh mit der Studienberatung, falls eine Prüfung schiefgeht. Gemeinsam lässt sich klären, welche Schritte die Ordnung vorsieht und wie du den Stoff bis zum nächsten Termin neu aufteilst. Je früher du dich meldest, desto mehr Optionen bleiben dir. Verlass dich nicht auf Fristen aus Gesprächen mit Mitstudierenden; maßgeblich ist der Text der Ordnung.
Wie planst du die ersten vier Semester bis zum Eintritt ins Klinische?
Der Plan unten ist eine Struktur und kein Stundenplan. Welche Fächer in welchem Semester laufen, entnimmst du dem Studienplan des Departments. Die Idee: Jedes Semester bekommt ein Ziel, und das Wissen wandert nicht einfach nach hinten, sondern wird regelmäßig wieder hervorgeholt.
Weil die Äquivalenzprüfungen nach dem 2., 3. und 4. Semester liegen, kommt jede neue Prüfungsrunde mit einem breiteren Stoffgebiet. Plane daher von Beginn an Wiederholungen ein, auch wenn das Thema gerade nicht aktuell ist.
Ergänze den Plan um zwei feste Termine pro Semester: eine Bilanzwoche zur Mitte und eine Wiederholungswoche vor der Prüfungsphase. In der Bilanzwoche gehst du deine Fehlerliste durch und entscheidest, welche Themen nachgearbeitet werden. In der Wiederholungswoche prüfst du, ob Altes noch sitzt.
Halte die Lernzeit pro Woche realistisch. Zwischen POL-Runden, Veranstaltungen und klinisch-praktischen Anteilen bleibt weniger frei verfügbare Zeit, als der Plan auf dem Papier vermuten lässt. Lieber vier feste Blöcke, die du einhältst, als zehn geplante, von denen du die Hälfte verschiebst.
- Semester 1: Grundlagen sichern: Chemie, Biologie, Physik auf Studienniveau, Fachsprache und Lagebezeichnungen. Fehlerliste anlegen und jede Woche kurz auswerten.
- Semester 2: Erste Prüfungsrunde im Blick: Zusammenhänge in ganzen Sätzen erklären üben, praktische Fertigkeiten mit der Gruppe durchgehen, vorhandene Lücken aus Semester 1 schließen.
- Semester 3: Breite halten: Themen aus Semester 1 und 2 im festen Rhythmus wiederholen, damit sie nicht verblassen, während neues Material hinzukommt.
- Semester 4: Letzte Äquivalenzprüfung vorbereiten: Gesamtüberblick über die Fächer, Schwachstellen mit Fallbeispielen schließen, Rückblick auf Progresstest-Ergebnisse.
- Vor Semester 5: Prüfungsstand mit der Studienberatung abgleichen und Übergang ins klinische Studium organisieren.
Wie hältst du Wissen über Module hinweg verfügbar?
Wie die Fächer in Modulen angeordnet sind, zeigt der Studienplan; in vielen Modellstudiengängen sind sie um Themen gruppiert. Dann begegnen dir Biochemie und Physiologie im selben Kontext statt in getrennten Blöcken. Das hilft beim Verständnis, macht aber das Wiederholen schwerer, weil die Inhalte nicht mehr nach Fach getrennt vorliegen.
Lege dir deshalb zusätzlich zur Modulsicht eine Fachsicht an. Pro Fach eine Datei oder ein Heft, in das du am Ende jeder Woche die wichtigsten Mechanismen einträgst. Wer das konsequent macht, hat vor jeder Prüfung eine eigene Zusammenfassung und muss nicht im letzten Moment alles aus Vorlesungsfolien rekonstruieren.
Ein zweiter Weg ist die Verbindung über Fragen: Was passiert im Körper, wenn sich der pH-Wert im Blut verschiebt? Welche Organe sind beteiligt, welche Stoffwechselwege, welche Regelkreise? Eine solche Frage verbindet Chemie, Biochemie und Physiologie und trainiert genau die Art von Denken, die MEQ-Fälle verlangen.
Sprich außerdem in der Kleingruppe darüber. Wer einen Mechanismus anderen erklärt, merkt sofort, wo die Lücken sind. Das Format des Problemorientierten Lernens eignet sich dafür gut und kostet keine Extrazeit.
Falls du merkst, dass dir einzelne Grundlagen fehlen, bearbeite sie getrennt vom laufenden Modul. Das gilt besonders für Chemie und Physik: Sie werden später als bekannt vorausgesetzt. Wer sie erst dann nachholt, wenn ein Modul sie braucht, verliert in dieser Woche Zeit für den eigentlichen Stoff.
Ein Beispiel für die Praxis: Du hast in einem Modul einen Fall zu einer Stoffwechselstörung bearbeitet. Schreib danach eine halbe Seite mit den beteiligten Stoffwechselwegen, der Regulation und den Folgen im Organismus, und lege sie in deine Fachsicht. Nach vier Wochen liest du die Seite ohne Vorlage noch einmal und ergänzt, was du vergessen hast.
Welches Material passt zu den Äquivalenzprüfungen?
Kein Material ist auf die Prüfungen in Witten abgestimmt, und kein Anbieter kennt deine Aufgaben. Was ein Kurs leisten kann, ist eine saubere fachliche Grundlage, auf der du dein eigenes Wissen aufbaust. Das ist der Zweck des Vorklinik Premium Komplettkurses mit sieben Fächern und Terminologie: Er deckt die fachlichen Grundlagen der Vorklinik ab und bietet dir einen roten Faden über mehrere Semester, in denen du ihn immer wieder aufschlagen kannst.
Wenn du nur die vier Kernfächer Anatomie, Biochemie, Physiologie und PsychSoz brauchst, kommt der Vorklinik Komplettkurs infrage. Er enthält keine Chemie, Biologie oder Physik. Wo diese Lücken bestehen, ergänzt der Vorbereitungskurs mit Chemie, Biologie und Physik, den du vor Semesterbeginn durcharbeiten kannst.
Wichtig ist, ein Hauptmaterial pro Fach festzulegen und dabei zu bleiben. Weitere Details zu den ersten Semestern und zur Materialstrategie findest du auf der Seite Vorklinik in Witten: Fächer, Lernplan und Material.
Rechne vor dem Kauf nach, was dir wirklich fehlt. Ein Kurs ersetzt weder die Veranstaltungen noch den Austausch in der Gruppe. Er nimmt dir aber die Arbeit ab, Grundlagen zusammenzusuchen, und lässt dir damit mehr Zeit für Fälle, Praxis und Wiederholung.
Passende Kurse für die Vorklinik in Witten
Für die Äquivalenzprüfungen zählt eine breite Fachgrundlage, die du über mehrere Semester wiederholst. Premium bündelt alle sieben vorklinischen Fächer mit Terminologie, der Komplettkurs die vier Kernfächer, das Startpaket die Naturwissenschaften. Die Anatomie-Fragen helfen, einzelne Kapitel zu kontrollieren.
Karten seitlich scrollbar →
PremiumVorklinik Premium KomplettkursSieben vorklinische Fächer plus Terminologie, optional mit 1.000 Prüfungsfragenab 179,90 € Ansehen ›
VorklinikVorklinik Komplettkurs MedizinAnatomie, Biochemie, Physiologie und PsychSoz in einem Paketab 119,90 € Ansehen ›
StarterVorbereitungskurs MedizinstudiumChemie, Biologie und Physik auf dem Niveau, das ab Woche 1 vorausgesetzt wird69,90 € Ansehen ›
KreuzenAnatomie MC-Fragen (250)250 prüfungsnahe Fragen mit Erklärungen19,99 € Ansehen ›
- Sofortiger Download
- PDF für Handy, Tablet, Laptop
- Sichere Zahlung
- Kein Abo
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| Paket | Passend, wenn … | Inhalt | Preis |
|---|---|---|---|
| Vorklinik Premium Komplettkurs | Passend, wenn du alle Fächer in einem Paket willst | Sieben vorklinische Fächer plus Terminologie, optional mit 1.000 Prüfungsfragen | ab 179,90 € |
| Vorklinik Komplettkurs Medizin | Passend, wenn du nur die vier Kernfächer brauchst | Anatomie, Biochemie, Physiologie und PsychSoz in einem Paket | ab 119,90 € |
| Vorbereitungskurs Medizinstudium | Passend, wenn dir Chemie, Bio, Physik fehlen | Chemie, Biologie und Physik auf dem Niveau, das ab Woche 1 vorausgesetzt wird | 69,90 € |
| Anatomie MC-Fragen (250) | Passend, wenn du Anatomie gezielt abfragen willst | 250 prüfungsnahe Fragen mit Erklärungen | 19,99 € |
Häufige Fragen: Äquivalenzprüfungen Witten/Herdecke
Gibt es an der Uni Witten/Herdecke statt des Physikums eine andere Prüfung?
Ja. Ein klassisches Physikum gibt es dort nicht; stattdessen legst du fünf Äquivalenzprüfungen ab, von denen mindestens vier bestanden sein müssen, bevor das klinische Studium beginnt.
Wann finden die Äquivalenzprüfungen statt?
Die schriftlichen Prüfungen im MEQ-Format liegen am Ende des 2., 3. und 4. Semesters, die kombinierten im OSCE-Format am Ende des 2. und 3. Semesters. Die genauen Tage nennt das Department.
Was passiert, wenn ich eine Äquivalenzprüfung nicht bestehe?
Solange du mindestens vier von fünf bestehst, kannst du ins klinische Studium wechseln. Wie Wiederholungen und Fristen geregelt sind, steht in der Prüfungsordnung; bei Unsicherheit hilft die Studienberatung.
Was ist der Unterschied zwischen MEQ und MC?
Bei MEQ beantwortest du fallbasierte Fragen schriftlich in eigenen Worten, bei MC wählst du aus vorgegebenen Antworten. MEQ verlangt deshalb mehr Erklären und Verknüpfen.
Brauche ich MC-Fragen für die Vorbereitung?
Sie können einzelne Fächer abfragen und Lücken zeigen, ersetzen aber nicht das Üben freier Antworten. Setze sie ergänzend ein, wenn ein Thema gelernt ist.
Was ist der Progresstest?
Ein formativer Test zur Standortbestimmung, an dem du teilnehmen musst. Er zeigt dir, wo du im Verhältnis zum erwarteten Wissensstand liegst.
Gelten die Regeln auch für mich als Erstsemester?
Die Prüfungsordnung in der beschriebenen Fassung gilt für alle, die ab dem Wintersemester 2025/26 zugelassen wurden. Damit gilt sie auch für dich, wenn du jetzt im 1. Semester startest.
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