Ärztliche Basisprüfung Aachen: was in der Vorklinik an der RWTH Aachen geprüft wird

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Ein klassisches Physikum gibt es an der RWTH Aachen nicht, an seine Stelle tritt die Ärztliche Basisprüfung. Auf dieser Seite siehst du, was das für deine ersten Semester heißt, wie die Prüfung aufgebaut ist und wie du Wissen über Module hinweg behältst.

  • Modellstudiengang seit 2003
  • Vier Studienabschnitte, zwölf Semester
  • Ärztliche Basisprüfung statt Physikum
  • OSPE plus schriftliche MC-Prüfung
  • Stoff aus den Semestern 1 bis 6

Kurz gesagt: Die Ärztliche Basisprüfung in Aachen ersetzt im Modellstudiengang das Physikum. Sie besteht aus einer mündlich-praktisch-schriftlichen Prüfung im OSPE-Format und einer schriftlichen Multiple-Choice-Prüfung und liegt laut Studienordnung nach dem 6. Semester. Weil sie den Stoff der ersten beiden Studienabschnitte abfragt, planst du ab dem ersten Semester auf Dauer und nicht auf einen einzelnen Stichtag.

Was ersetzt in Aachen das Physikum?

In Aachen ersetzt die Ärztliche Basisprüfung das, was an anderen Fakultäten der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach dem 4. Semester ist. Ein klassisches Physikum gibt es hier nicht. Die Prüfung verbindet eine mündlich-praktisch-schriftliche Prüfung im OSPE-Format mit einer schriftlichen Multiple-Choice-Prüfung. Das steht in der Studienordnung des Modellstudiengangs.

Der Unterschied zu anderen Fakultäten liegt weniger im Prüfungsformat als im Zeitpunkt und im Zuschnitt. Laut Studienordnung liegt die Basisprüfung nach dem 6. Semester, und geprüft wird der Stoff der ersten beiden Studienabschnitte, also der Semester 1 bis 6. Du hast damit mehr Zeit, aber auch mehr Stoff, der gleichzeitig im Kopf bleiben muss.

Die Studienordnung, auf die sich diese Angaben stützen, stammt aus einer älteren Fassung. Verbindlich ist immer, was die Fakultät aktuell festlegt. Schau deshalb in der Einführungswoche und im Prüfungsamt nach dem aktuellen Stand, bevor du langfristig planst.

Das gilt für Aachen

  • Modellstudiengang seit 2003, Vorklinik und Klinik gehen ab Semester 1 ineinander über
  • Ärztliche Basisprüfung als Äquivalent zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
  • Prüfungsteile: OSPE und schriftliche Multiple-Choice-Prüfung
  • Prüfungsstoff: die ersten beiden Studienabschnitte (Semester 1 bis 6)
  • Termine und Formate im Detail legt die Fakultät fest

Wie ist der Modellstudiengang in Aachen aufgebaut?

Der Aachener Modellstudiengang läuft seit 2003 und gliedert sich in vier Studienabschnitte. Die ersten zwei Semester bringen Grundlagen und gleichen die unterschiedlichen Vorkenntnisse aus, die Semester 3 bis 6 sind interdisziplinäre Systemblöcke. Danach folgen die klinischen Semester 7 bis 10 und das Praktische Jahr in den Semestern 11 und 12. Beschrieben ist das auf der Studiengangsseite der RWTH und im Beitrag zum Aachener Modell in der GMS.

Für dich als Erstsemester heißt das: Du lernst nicht erst zwei Jahre lang Vorklinik und wirst dann geprüft. Die Fächer greifen von Anfang an ineinander, und medizinische Praxis begegnet dir schon früh. Im ersten Semester nennt die Studienordnung als Pflichtveranstaltungen Chemie, Physik, Zellbiologie, den Interdisziplinären Propädeutikkurs und einen dreiwöchigen Einführungsblock mit Notfallmaßnahmen und Erster Hilfe.

Auch außerhalb des Pflichtprogramms gibt es Angebote, die den Aufbau prägen. Das Aixtra Skills Lab dient dem Üben praktischer Fertigkeiten, und laut RWTH-Studiengangsseite arbeiten Studierende in problemorientierten Lerngruppen. Optional gibt es außerdem ein Qualifikationsprofil Klinische Neurowissenschaften, das die Uniklinik beschreibt.

Ein Modellstudiengang fühlt sich anfangs weniger sortiert an als ein klassischer Aufbau. Du siehst kein Fach, das Semester für Semester abgehakt wird. Das ist normal und gewollt: Die Themen tauchen in neuen Zusammenhängen wieder auf, und genau das trainiert das Denken, das die Basisprüfung später verlangt.

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Studienabschnitt Semester Schwerpunkt
1 1 bis 2 Grundlagen und Homogenisierung
2 3 bis 6 Interdisziplinäre Systemblöcke
3 7 bis 10 Klinische Semester, Blockpraktika, Wahlfreisemester
4 11 bis 12 Praktisches Jahr

Wie läuft die Ärztliche Basisprüfung ab?

Die Basisprüfung hat zwei Teile. Der erste ist die mündlich-praktisch-schriftliche Prüfung im OSPE-Format. OSPE steht für eine Prüfung an mehreren Stationen, an denen du kurze Aufgaben bearbeitest, zum Beispiel etwas beschreibst, zuordnest, erklärst oder praktisch vorführst. Der zweite Teil ist eine schriftliche Prüfung im Multiple-Choice-Format.

Wie viele Stationen es gibt, wie lang die einzelnen Teile dauern und an welchen Tagen sie liegen, regelt die Fakultät und ändert sich mitunter. Diese Details stehen in den Prüfungsunterlagen, die du vor der Meldung bekommst. Heute reicht es, das Prinzip zu kennen: Du wirst nicht nur auf Wissen abgefragt, sondern auch darauf, es anzuwenden.

Das hat eine praktische Folge für dein Lernen. Reines Wiedererkennen aus Karteikarten genügt für die Stationen nicht, du musst Zusammenhänge erklären können. Ein Wissen, das du schon mit Lernpartnern laut formuliert hast, hält an der Station deutlich besser als eines, das du nur still gelesen hast.

Ein praktischer Tipp für die Vorbereitung: Schreib dir zu jedem Organsystem, das du in einem Block lernst, drei bis vier Fragen auf, die an einer Station vorkommen könnten. Zum Beispiel: Was siehst du, wie nennst du es, was folgt daraus? Mit diesen Fragen übst du später mit anderen, und sie zwingen dich schon beim Lernen, in Anwendungen zu denken.

Wie planst du ab dem ersten Semester auf die Basisprüfung hin, und wie viel Zeit brauchst du?

Die Basisprüfung liegt weit entfernt, trotzdem bestimmen die ersten Semester, wie leicht sie später wird. Der Grund ist einfach: Was du in Chemie, Physik und Zellbiologie nicht verstehst, fehlt dir später in den Systemblöcken. Das Modul- oder Semesterende ist deshalb nur der erste Prüfstein, nicht der letzte.

Der Plan unten gibt dir einen Rhythmus vor, der unabhängig vom genauen Stundenplan funktioniert. Welche Prüfungen deine Module abschließen, nennt dir die Fakultät in der Einführung. Passe die Reihenfolge einfach an, sobald du die Termine kennst.

Eine feste Stundenzahl für alle gibt es nicht. Sinnvoller ist ein Rahmen: Plane neben den Pflichtveranstaltungen jeden Tag einen festen Block für Nacharbeit ein und halte mindestens einen Tag pro Woche weitgehend frei. Wer durchgehend arbeitet, hält ein Semester nicht durch.

Im ersten Semester bringen Chemie, Physik und Zellbiologie unterschiedliche Anforderungen. Chemie und Physik verlangen Rechnen und Übung, Zellbiologie verlangt Struktur und Begriffe. Verteile deine Lernzeit deshalb nicht gleichmäßig, sondern nach Schwäche: Das Fach, in dem du in der ersten Woche am unsichersten bist, bekommt in den nächsten Wochen den größeren Anteil.

Auch die Einführungswoche zählt zur Planung. Der dreiwöchige Einführungsblock mit Notfallmaßnahmen und Erster Hilfe nimmt Zeit in Anspruch, bringt aber auch Orientierung. Setz dir für diese drei Wochen kleine Lernziele statt großer, zum Beispiel einen Abend pro Woche für die Naturwissenschaften.

Wenn du merkst, dass dir die Wochenstruktur entgleitet, hilft ein fertiger Rahmen mehr als Willenskraft. Der Study-Life-Balance Onlinekurs mit Planer und Wochenstruktur ist für genau diese Situation gedacht, in der Überlastung droht.

  • Einführungswoche: Termine eintragen, Prüfungsordnung und Modulhandbuch herunterladen, die Fachschaft kennenlernen. Laut Fachschaft beginnt der Einführungsblock am Donnerstag, dem 15.10.2026.
  • Semester 1: Chemie, Physik und Zellbiologie sauber aufbauen. Jede Woche eine feste Wiederholungseinheit für den Stoff der Vorwoche einplanen.
  • Semester 2: Grundlagen festigen und eine eigene Fehlerliste anlegen, die du in den Folgesemestern weiterführst.
  • Semester 3 bis 4: In den Systemblöcken Querverbindungen notieren: Welches Konzept aus Chemie und Physik taucht im Organsystem wieder auf?
  • Semester 5 bis 6: Fragen im MC-Format regelmäßig üben und OSPE-ähnliche Stationen mit Lernpartnern durchspielen.

Welche Rolle spielen die vorklinischen Fächer in Aachen?

In Aachen gibt es die klassischen Vorklinik-Fächer weiter, sie sind nur anders eingebettet. Die Anatomie läuft laut GMS-Beitrag nicht als eigener Block, sondern über den Propädeutikkurs und die organbezogenen Systemblöcke. Wie Biochemie, Physiologie und Psychosoziales im Einzelnen verteilt sind, zeigt dir das Modulhandbuch der Fakultät.

Das bedeutet, dass du dir die Fächer selbst als Landkarte im Kopf anlegen solltest. Die Fakultät ordnet den Stoff nach Organsystemen, die Basisprüfung fragt aber am Ende Wissen ab, das aus mehreren Blöcken kommt. Ein Fach zu kennen heißt dann, es in verschiedenen Zusammenhängen wiederzuerkennen.

Ein Beispiel dafür, wie die Fächer ineinandergreifen: Was du in der Chemie über Säuren, Basen und Puffer lernst, brauchst du später im Zusammenhang mit Stoffwechsel und Atmung wieder. Ähnlich verhält es sich mit der Physik, die bei Strömung, Optik und Strahlung in medizinischen Anwendungen erneut auftaucht. Notiere solche Brücken gleich, wenn du sie bemerkst, denn sie sind im Block später dein Vorteil.

Für die Zusammenhänge hilft ein Abgleich mit den Fächern, die bundesweit in der Vorklinik gelehrt werden. Der Vorklinik Premium Komplettkurs mit allen sieben Fächern deckt die fachlichen Grundlagen der Vorklinik ab und enthält zusätzlich die medizinische Terminologie. Er ersetzt dein Curriculum nicht, kann aber als Nachschlagewerk dienen, wenn ein Systemblock Wissen voraussetzt, das du noch nicht sicher hast.

Wie hältst du Wissen über Module hinweg?

Ein Modellstudiengang bestraft Lernen auf Zeit. Wer nach der Modulprüfung alles loslässt, steht später vor demselben Stoff noch einmal ganz am Anfang. Der wirksamste Hebel ist Wiederholung in wachsenden Abständen: nach einem Tag, nach einer Woche, nach einem Monat.

Dafür brauchst du kein kompliziertes System. Sammle zu jedem Modul ein bis zwei Seiten mit den Kernideen und den Fragen, die du anfangs nicht beantworten konntest. Diese Seiten liest du alle paar Wochen quer durch. So bleibt die Chemie aus dem ersten Semester im Kopf, wenn sie in einem Systemblock wieder auftaucht.

Mit Multiple-Choice-Fragen kannst du früh das Format üben, das den zweiten Teil der Basisprüfung bildet. Wenn du mit der Anatomie anfangen willst, bietet sich dafür das Paket 250 Anatomie-MC-Fragen mit Erklärungen an. Wichtig ist dabei, die Fehler zu notieren und nach einigen Tagen noch einmal zu bearbeiten.

Für die praktische Seite zählt vor allem Wiederholung mit anderen. Übt gegenseitig Untersuchungs- und Erklärsituationen, am besten mit einer Zeitvorgabe. Das Skills Lab in Aachen bietet dafür den Rahmen, die Gewohnheit bringst du selbst mit.

Was kannst du in den ersten Wochen konkret tun?

Laut Fachschaft beginnt das Studium mit den Einführungstagen am 12. und 13. Oktober 2026, der Start ist am 12. Oktober um 9 Uhr im Hörsaal 3 der Uniklinik. Der Einführungsblock folgt ab Donnerstag, dem 15. Oktober, und am Freitagnachmittag, dem 16. Oktober, gibt es eine Stadtrallye. Prüfe die Angaben kurz auf der Seite der Fachschaft, denn Zeiten können sich ändern.

Nutze diese Tage, um dir einen Überblick zu verschaffen, bevor die Inhalte dichter werden. Hol dir die Termine ins Handy, lege einen Ordner pro Modul an und lege fest, wann in deiner Woche die Wiederholungseinheit liegt. Mehr braucht es für den Anfang nicht.

Wie die weiteren Semester aussehen, zeigt dir der Überblick unter Vorklinik in Aachen: Fächer und Semester. Dort findest du die Fächer in einer Tabelle und eine Idee, wie du die Materialien über vier Semester verteilst.

Passende Kurse für die Vorklinik in Aachen

Die Basisprüfung verlangt Grundlagenwissen über Jahre. Welche Karte zu dir passt, hängt davon ab, ob du ein Gesamtpaket, ein Paket für die Kernfächer, einen Einstieg in die Naturwissenschaften oder gezieltes Fragentraining brauchst.

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  • Sofortiger Download
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Paket Passend, wenn … Inhalt Preis
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Vorklinik Komplettkurs Medizin Passend, wenn du die vier Kernfächer brauchst Anatomie, Biochemie, Physiologie und PsychSoz in einem Paket ab 119,90 €
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Häufige Fragen: Ärztliche Basisprüfung Aachen

Gibt es in Aachen kein Physikum mehr?

Ein klassisches Physikum nach dem 4. Semester gibt es im Aachener Modellstudiengang nicht. Stattdessen legst du die Ärztliche Basisprüfung ab, die laut Studienordnung nach dem 6. Semester liegt.

Aus welchen Teilen besteht die Ärztliche Basisprüfung?

Sie besteht aus einer mündlich-praktisch-schriftlichen Prüfung im OSPE-Format und einer schriftlichen Multiple-Choice-Prüfung. Die genauen Abläufe teilt die Fakultät vor der Meldung mit.

Welcher Stoff wird in der Basisprüfung abgefragt?

Geprüft wird der Stoff der ersten beiden Studienabschnitte, also der Semester 1 bis 6. Welche Module dazu zählen, steht im Modulhandbuch der Fakultät.

Muss ich im ersten Semester schon für die Basisprüfung lernen?

Nicht gezielt, aber die Grundlagen aus Chemie, Physik und Zellbiologie begleiten dich bis in die Systemblöcke. Wer sie früh sauber versteht und regelmäßig wiederholt, hat später deutlich weniger nachzuholen.

Welche Prüfungen gibt es im ersten Semester?

Die Module bzw. Semesterprüfungen schließen die Veranstaltungen ab. Welche Form welches Modul hat und wann die Termine liegen, nennt dir die Fakultät in der Einführung und im Stundenplan.

Was ist ein OSPE?

Ein OSPE ist eine Prüfung an mehreren Stationen, an denen du kurze, klar umrissene Aufgaben bearbeitest. Das können Beschreibungen, Zuordnungen, Erklärungen oder praktische Handgriffe sein.

Kann ich mit dem Vorklinik Premium Komplettkurs für die Basisprüfung lernen?

Der Kurs deckt die fachlichen Grundlagen der Vorklinik ab und enthält zusätzlich medizinische Terminologie. Er ist keine Vorbereitung auf ein bestimmtes Prüfungsformat der Fakultät, sondern eine Grundlage für die Fächer.

Hinweis: Die Angaben zum Studienaufbau stammen von den offiziellen Seiten der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen und – wo gekennzeichnet – der Fachschaft; sie geben den dort veröffentlichten Stand wieder. Verbindlich sind ausschließlich die geltende Studien- und Prüfungsordnung sowie die Bekanntmachungen der Hochschule. Diese Seite ist ein unabhängiges Lernangebot und steht in keiner Verbindung zur genannten Hochschule.