Pädiatrie im M2: Altersnormen, Infektionen und Kindernotfälle
Kurz gesagt: Pädiatrie im M2 ist vor allem eine Frage des Alters: Dasselbe Symptom bedeutet beim Neugeborenen etwas anderes als beim Schulkind. Wer zu jedem Leitsymptom die typischen Ursachen nach Altersgruppe kennt und die Warnzeichen für ein krankes Kind sicher erkennt, löst die meisten Fallfragen. Dazu kommen die Kindernotfälle, die als feste Abläufe sitzen müssen.
M2: 13. bis 15. April 2027
25 Krankheitsbilder im Kompendium
Alter entscheidet mit
Pädiatrie kompakt25 Krankheitsbilder mit altersabhängiger Einordnung, Management und Prüfungsfalle. Zum passenden Material
Viele gehen an die Pädiatrie heran wie an eine kleine Innere Medizin. Das klappt bei Pneumonie oder Harnwegsinfekt halbwegs, scheitert aber bei Neonatologie, Entwicklung, Impfungen und den Krankheiten, die es bei Erwachsenen kaum gibt. Diese Seite zeigt dir, welche Themen im Examen wiederkehren, welche Notfälle du auswendig brauchst und wie du das Fach parallel zu den großen Fächern lernst.
Wie wird Pädiatrie im M2 geprüft?
Das M2 umfasst 320 Fragen an drei Tagen. Pädiatrische Fragen beginnen fast immer mit dem Alter und einer Schilderung der Eltern. Gefragt wird nach der wahrscheinlichsten Diagnose, dem nächsten Schritt oder einem Warnzeichen, das sofortiges Handeln verlangt. Häufig wird außerdem geprüft, ob du Normvarianten von Krankheit unterscheiden kannst, etwa beim Neugeborenenikterus oder bei Entwicklungsschritten.
Alter zuerst lesen: Neugeborenes, Säugling, Kleinkind, Schulkind und Jugendliche haben eigene Ursachenspektren.
Warnzeichen erkennen: Trinkschwäche, weniger nasse Windeln, Apathie, Petechien, Einziehungen.
Fremdanamnese: Die Eltern berichten, das Kind zeigt. Beides gehört in die Bewertung.
Gewicht als Rechengröße: Flüssigkeit und Medikamente werden nach Körpergewicht dosiert.
Welche Pädiatrie-Themen sind im M2 besonders wichtig?
Thema
Typisches Alter und Bild
Was du sicher können musst
Fieber ohne Fokus
Säugling unter drei Monaten mit Fieber
Niedrige Schwelle für Sepsisdiagnostik mit Blutkultur, Urin und gegebenenfalls Lumbalpunktion
Bronchiolitis
Säugling im Winter, RSV, Tachypnoe, Giemen und Knistern
Sonographie, Elektrolytausgleich vor der Pyloromyotomie
Neonatale Hyperbilirubinämie
Ikterus in den ersten Lebenstagen
Physiologisch oder pathologisch: Ikterus am ersten Tag ist immer abklärungsbedürftig
Kawasaki-Syndrom
Kleinkind mit mehr als fünf Tagen Fieber, Konjunktivitis, Erdbeerzunge
Immunglobuline und ASS, Echokardiographie wegen Koronaraneurysmen
Diabetische Ketoazidose
Kind mit Polyurie, Gewichtsverlust, Kussmaul-Atmung
Langsamer Flüssigkeits- und Glukoseausgleich wegen Hirnödemgefahr
Kindeswohlgefährdung
Verletzungsmuster passt nicht zur Schilderung
Untypische Lokalisationen und Frakturen erkennen, Kinderschutz einbeziehen
Welche Kindernotfälle musst du sicher beherrschen?
Kindernotfälle sind beliebt, weil sich an ihnen Reihenfolge und Dosierung nach Gewicht prüfen lassen. Lerne zu jedem Notfall das Leitbild und die ersten drei Schritte.
Reanimation bei Säugling und Kind: Bei Kindern ist der Stillstand meist hypoxisch, deshalb beginnt die Wiederbelebung mit fünf initialen Beatmungen
Sepsis und Meningokokkensepsis: Petechien bei Fieber, sofort Zugang, Kulturen, Antibiotika ohne Verzögerung
Anaphylaxie: Adrenalin intramuskulär als erste Maßnahme
Wie lernst du Pädiatrie neben der Inneren Medizin?
Ein Block von etwa einer Woche reicht für den ersten Durchgang. Wenn du in der Inneren gerade Pneumologie oder Endokrinologie lernst, hänge die kindlichen Besonderheiten direkt daran: Asthma beim Kind, Typ-1-Diabetes, Harnwegsinfekte im Säuglingsalter.
Tag 1
Grundlagen
Neugeborenes, Entwicklungsschritte, Impfkalender der STIKO und die Warnzeichen für ein krankes Kind.
Tag 2 bis 3
Infektionen
Fieber ohne Fokus, Sepsis, Meningitis, Atemwegsinfekte, Exantheme und Harnwegsinfekte.
Reanimation, Anaphylaxie, Asthmaanfall, Aspiration und Dehydratation als feste Abläufe.
Tag 6
Kreuzen
Pädiatrie-Fragen am Stück kreuzen und falsche Antworten nach Altersgruppe sortieren.
Ab Januar
gemischt
Notfälle wöchentlich wiederholen und Pädiatrie in gemischten Blöcken mitkreuzen.
Häufig gestellte Fragen
1. Wie viel Zeit brauche ich für Pädiatrie im M2?
Für einen ersten Durchgang etwa eine Woche. Danach solltest du Notfälle und Altersnormen regelmäßig wiederholen und das Fach in gemischten Fragenblöcken mitkreuzen.
2. Muss ich Dosierungen für Kinder auswendig können?
Einzelne Werte selten. Wichtig ist das Prinzip, dass Flüssigkeit und Medikamente nach Körpergewicht berechnet werden, und die Reihenfolge der Maßnahmen im Notfall.
3. Wie unterscheide ich Pseudokrupp und Epiglottitis?
Pseudokrupp zeigt bellenden Husten und Heiserkeit bei meist mäßigem Fieber. Die Epiglottitis zeigt hohes Fieber, Speicheln, kloßige Sprache und ein schwer krankes Kind. Bei Verdacht auf Epiglottitis keine Rachenspatelinspektion.
4. Welches Material passt für die OSCE in Pädiatrie?
Das OSCE-Training Pädiatrie übt Gesprächsführung mit Bezugspersonen an zwölf Stationen. Das Pädiatrie OSCE Lernskript fasst die Themen der Prüfungsstationen auf Themenkarten zusammen.
5. Sind die Fragen Originalfragen des IMPP?
Nein. Die SBA-Fragen sind eigenständig formuliert und orientieren sich an Stil und Aufbau der Prüfung. Sie ergänzen Altfragen, ersetzen sie aber nicht.
6. In welchem Format bekomme ich das Material?
Als PDF zum Download direkt nach dem Kauf, nutzbar auf Laptop, Tablet und Smartphone.
Medizin Helden ist ein unabhängiges Lernangebot und steht in keiner Verbindung zum IMPP oder zu den Landesprüfungsämtern. Alle Angaben sind sorgfältig geprüft (Stand: November 2026), aber ohne Gewähr. Verbindlich sind die Veröffentlichungen des IMPP, die Approbationsordnung und die Auskünfte deiner Fakultät oder deines Landesprüfungsamts.