Produktbeschreibung
Niere, Nephron & RAAS – Lernheft mit 18 Modulen, Bildtafeln und Fallfragen ist ein Lern- und Arbeitsheft aus der Reihe Medizin Helden – Visuelle Medizin für Medizinstudierende von der Vorklinik bis in die Klinik. Auf 64 Seiten gehst du den Weg des Filtrats vom Glomerulus bis zum Sammelrohr und verbindest ihn mit den Regelkreisen, die im Physikum und später auf Station gefragt werden: GFR und Clearance, Kreatinin, Autoregulation, RAAS, Aldosteron, Kalium, Natrium und Wasser, Säureausscheidung und Diuretika. Jedes Modul erklärt erst, stellt dann eine Fallfrage und löst sie auf der Folgeseite mit einem kurzen Abrufcheck auf.
Auf einen Blick
- Thema: Nierenphysiologie – Nephron, Filtration, tubulärer Transport, RAAS und Elektrolythaushalt
- Zielgruppe: Medizinstudierende in Vorklinik und Klinik, Physikum, Nephrologie-Blockpraktikum und Famulatur
- Umfang: 64-seitiges PDF aus der Reihe Visuelle Medizin / Studienausgabe
- Aufbau: 18 Module mit je einer Erklär-, Fall- und Lösungsseite, dazu Bildtafeln, zwei gemischte Selbsttests und Lösungsschlüssel
- Lieferumfang: PDF zum Sofortdownload
- Format: Digitaler Download – sofort nach dem Kauf verfügbar
Das steckt drin
Filtration und Nierenfunktion messen
- Das Nephron als Funktionseinheit: filtrierte Last, Rückresorption, Sekretion und Ausscheidung sauber trennen
- Filtrationsbarriere aus Endothel, Basalmembran und Podozyten, und warum Albuminurie bei normaler eGFR möglich ist
- Filtrationsdruck mit Kapillardruck, Kapseldruck, Plasmaonkotik und Kf, inklusive Harnstau als Fallbeispiel
- GFR und Clearance mit U × V / P, Kreatinin im Kontext von Muskelmasse und Zeitverzug, Autoregulation und ihre Grenzen
Tubulus, Sammelrohr und Transporter
- Proximaler Tubulus: Na-K-ATPase, Cotransport, Bicarbonat und die Transportkapazität für Glucose
- Henle-Schleife mit Gegenstromprinzip und Markgradient, distaler Tubulus mit NaCl-Kotransporter
- Sammelrohr und ADH: V2-Rezeptor, Aquaporin-2 und die Rolle des medullären Gradienten
- Diuretika nach Wirkort: NKCC2, NCC, ENaC und Aldosteronrezeptor mit den Folgen für Kalium
Regelkreise und Hormone
- RAAS als Regelkreis von Renin über Angiotensin II bis Aldosteron, effektives Kreislaufvolumen als Auslöser
- Aldosteron, Kaliumbilanz mit Verschiebung und Verlust, Wasser und Natrium mit getrennter Beurteilung von Konzentration und Volumen
- Säureausscheidung über Bicarbonatrückgewinnung, Ammonium und titrierbare Säure
- Protein und Blut im Urin, die Niere als endokrines Organ mit Renin, Erythropoetin und Calcitriol
Für wen ist das Lernheft gedacht?
- Du bereitest dich auf das Physikum vor und willst die Nierenphysiologie als zusammenhängenden Weg statt als Faktenliste lernen
- Du kommst mit Clearance, Kreatinin und eGFR durcheinander und brauchst klare Unterscheidungen
- Du willst Diuretika, RAAS-Hemmer und Elektrolytstörungen in der Klinik aus der Physiologie heraus verstehen
- Du startest in ein Blockpraktikum oder eine Famulatur in der Nephrologie oder Inneren Medizin
- Du lernst lieber mit Skizzen, Fallfragen und Abrufchecks als mit langen Fließtexten
So arbeitest du damit
- Bild lesen: Decke auf der Erklärseite die Beschriftungen ab und benenne den Zusammenhang laut, bevor du die Legende liest.
- Fall lösen: Schreib zu jeder Fallfrage einen begründeten Lösungssatz auf, bevor du umblätterst.
- Auflösen: Vergleiche deine Begründung mit der Lösung und markiere das Detail, auf das es ankam.
- Abrufen: Beschrifte die Begriffskarten aus dem Gedächtnis und prüfe dich mit der Selbstkontrolle.
- Wiederholen: Zeichne die Bildtafeln nach, bearbeite die beiden gemischten Selbsttests und kontrolliere sie mit dem Lösungsschlüssel.
Häufige Fragen zu Niere, Nephron und RAAS
Warum muss ein filtrierter Stoff nicht im Urin auftauchen?
Weil der Primärharn noch kein Endharn ist. Was im Glomerulus filtriert wird, kann im Tubulussystem weitgehend oder vollständig rückresorbiert werden, Glucose und Aminosäuren zum Beispiel fast komplett. Was am Ende ausgeschieden wird, ergibt sich aus Filtration, Rückresorption und Sekretion zusammen. Das Lernheft trainiert genau diese Unterscheidung zwischen filtrierter Last und Ausscheidung.
Warum überschätzt die Kreatinin-Clearance die GFR?
Ein idealer GFR-Marker wird frei filtriert und weder rückresorbiert noch sezerniert. Kreatinin wird zusätzlich in gewissem Umfang tubulär sezerniert, deshalb erscheint mehr Kreatinin im Urin, als allein filtriert wurde, und die berechnete Clearance liegt etwas über der wahren GFR. Dazu kommt, dass der Serumwert von Muskelmasse und Produktionsrate abhängt.
Was löst das RAAS aus?
Renin wird vor allem bei verminderter renaler Perfusion, bei bestimmten Salzsignalen an der Macula densa und bei Sympathikusaktivierung freigesetzt. Es spaltet Angiotensinogen zu Angiotensin I, ACE bildet daraus Angiotensin II, das Gefäße verengt und die Aldosteronfreisetzung fördert. Aldosteron steigert im spätdistalen Nephron die Natriumrückresorption und die Kaliumsekretion.
Warum führen manche Diuretika zu Kaliumverlust?
Schleifen- und Thiaziddiuretika hemmen die Salzrückresorption weiter oben im Nephron. Dadurch kommt mehr Natrium und mehr Fluss im Sammelrohr an, wo Natrium über ENaC aufgenommen wird. Das begünstigt die Kaliumsekretion, besonders bei hohem Aldosteronspiegel. Kaliumsparende Diuretika setzen genau an diesem distalen Austausch an.
Bedeutet eine niedrige Natriumkonzentration Salzmangel?
Nicht automatisch. Die Natriumkonzentration beschreibt das Verhältnis von austauschbaren Kationen zu Körperwasser. Eine Hyponatriämie kann auch bei Wasserüberschuss entstehen, sogar bei Menschen mit Ödemen und insgesamt erhöhtem Natriumbestand. Konzentration, Volumenstatus und Osmolalität werden deshalb getrennt beurteilt.
Was mache ich, wenn mir bei einem Modul oder einer Lösung etwas unklar ist?
Alle Module und Lösungen wurden sorgfältig geprüft. Sollte trotzdem einmal etwas nicht passen, löst unser Support jedes Problem innerhalb von 24 Stunden. Bei Rückfragen zu einzelnen Aufgaben sind wir jederzeit gern für dich da.
Wichtiger Hinweis
Dieses Material dient dem Lernen im Rahmen des Medizinstudiums. Es ersetzt keine individuelle Diagnose und keine Behandlung und enthält bewusst keine individuellen Dosierungen. Alle Fälle sind für das Studium konstruiert. Fachliche Referenzbasis sind die AWMF-Empfehlungen zur Labordiagnostik bei Nierenschädigungen und die IMPP-Gegenstandskataloge für das Medizinstudium. Stand der fachlichen Prüfung: November 2026.




