Produktbeschreibung
Pädiatrie: häufige Krankheitsbilder – Lernheft mit 18 Modulen, Bildtafeln und Fallfragen ist ein digitales Lern- und Arbeitsheft aus der Reihe Medizin Helden – Visuelle Medizin. Auf 64 Seiten übst du an konstruierten Fällen die Unterscheidungen, die in der Kinderheilkunde den Ausschlag geben: Stridor oder Giemen, Bronchiolitis oder Fremdkörper, galliges oder nichtgalliges Erbrechen, einfacher oder komplexer Fieberkrampf, physiologischer oder pathologischer Ikterus. Neun klinische Vergleiche wechseln sich mit neun Grundlagenmodulen aus Physiologie, Immunologie und Embryologie ab, damit du Befunde beim Kind aus dem Mechanismus heraus begründest.
Auf einen Blick
- Thema: Pädiatrie – häufige Krankheitsbilder und Warnzeichen beim Kind, verbunden mit den passenden Grundlagen aus der Vorklinik
- Zielgruppe: Medizinstudierende im klinischen Abschnitt, im Blockpraktikum Pädiatrie, in der Famulatur und vor dem M2
- Umfang: 64-seitiges PDF aus der Reihe „Medizin Helden – Visuelle Medizin / Studienausgabe“
- Aufbau: 18 Module mit Fallfragen, Merkskizzen und Lösungen, dazu drei Bildtafeln, zwei Selbsttests und ein Lösungsschlüssel
- Lieferumfang: PDF zum Sofortdownload
- Format: Digitaler Download – sofort nach dem Kauf verfügbar
Das steckt drin
Atemwege und Atemnot beim Kind
- Atemwegsgeräusche: inspiratorischer Stridor bei subglottischer Enge gegenüber exspiratorischem Giemen bei intrathorakaler Flusslimitation
- Kleinkind mit Atemnot: Bronchiolitis nach Schnupfen gegenüber Fremdkörperaspiration mit abruptem Beginn und einseitigem Befund
- Atemwegswiderstand: warum eine kleine Radiusabnahme in engen kindlichen Atemwegen so viel bewirkt
- Totraum: weshalb schnelle, flache Atmung den Gasaustausch kaum verbessert
Fieber, Flüssigkeit und Bauch
- Fieber: warum Alter und Allgemeinzustand mehr aussagen als die gemessene Temperatur, gerade bei Neugeborenen
- Gastroenteritis: Dehydratation und Kreislaufkompensation, Hypotonie als spätes Warnzeichen; Grundlage Baroreflex
- Erbrechen: Pylorusstenose mit nichtgalligem Erbrechen gegenüber distaler Obstruktion mit galligem Erbrechen; Grundlage metabolische Alkalose
- Bauchschmerz: Invagination mit Schmerzattacken und freien Intervallen gegenüber Appendizitis im Kindesalter; Grundlage Darmrotation und Volvulus
Haut, Nervensystem und Neugeborenes
- Hautausschlag: wegdrückbare Rötung gegenüber Petechien bei Fieber und krankem Kind; Grundlage Blutungsmuster primäre und sekundäre Hämostase
- Anfälle mit Fieber: einfacher Fieberkrampf und komplexe Merkmale wie fokaler Beginn, lange Dauer oder Wiederholung; Grundlage ZNS und PNS
- Neugeborenenikterus: physiologischer Verlauf gegenüber Ikterus am ersten Lebenstag, raschem Anstieg oder Cholestasezeichen; Grundlage Leberaufbau
- Grundlage angeborene und adaptive Abwehr als Hintergrund für Infektionen im Kindesalter
Für wen ist das Lernheft gedacht?
- Du startest ins Blockpraktikum Pädiatrie und willst die typischen Leitsymptome vorher sicher einordnen
- Du gehst in eine pädiatrische Famulatur und möchtest Warnzeichen beim kranken Kind schneller erkennen
- Du bereitest dich auf das M2 vor und brauchst die pädiatrischen Kreuzfallen in Fallform
- Du willst Vorklinik und Klinik verbinden und Befunde über Physiologie und Embryologie begründen
- Du lernst lieber mit Skizzen und Vergleichen als mit langen Fließtexten
So arbeitest du damit
- Bild lesen: Decke die Beschriftungen ab und erkläre den Zusammenhang in eigenen Worten.
- Fall lösen: Schreibe vor dem Umblättern einen begründeten Lösungssatz und markiere den entscheidenden Befund.
- Gegenfall prüfen: Lies, wie sich die Einordnung verschiebt, wenn sich ein einziges Detail ändert.
- Skizzieren: Zeichne die Merkskizzen und Bildtafeln aus dem Gedächtnis nach.
- Selbsttest: Bearbeite die gemischten Fragen auf den Seiten 61 und 62 und kontrolliere sie mit dem Lösungsschlüssel.
Häufige Fragen zu häufigen Krankheitsbildern in der Pädiatrie
Wie unterscheidet man Stridor und Giemen beim Kind?
Stridor ist ein vor allem inspiratorisches, raues Geräusch und spricht für eine Enge der oberen, extrathorakalen Atemwege, beim Kruppsyndrom typischerweise subglottisch. Giemen ist ein exspiratorisches Pfeifen und weist auf eine Flusslimitation in den intrathorakalen Atemwegen hin. Alter, Beginn und Auslöser entscheiden dann über die weitere Differenzialdiagnose.
Warum ist Fieber bei einem Neugeborenen anders zu bewerten als bei einem Kleinkind?
In den ersten Lebenswochen kann schon mäßiges Fieber eine invasive bakterielle Infektion anzeigen, auch wenn das Kind ruhig wirkt und kaum Zeichen zeigt. Deshalb ist bei sehr jungen Säuglingen eine dringliche ärztliche Abklärung nötig. Bei älteren Kindern sagen Allgemeinzustand, Trinkverhalten und Perfusion mehr aus als die Temperaturhöhe.
Woran erkennt man, dass ein Erbrechen beim Säugling dringend ist?
Galliges, grünes Erbrechen ist ein Alarmzeichen, weil es auf eine Passagebehinderung unterhalb der Papille hinweist, etwa eine Malrotation mit Volvulus. Die klassische hypertrophe Pylorusstenose liegt vor dem Gallezufluss und verursacht deshalb nichtgalliges, schwallartiges Erbrechen.
Wann ist ein Fieberkrampf nicht mehr einfach?
Ein einfacher Fieberkrampf ist generalisiert, dauert unter 15 Minuten und tritt einmal in 24 Stunden im typischen Altersfenster auf. Fokaler Beginn, längere Dauer, Wiederholung innerhalb von 24 Stunden oder eine anhaltende Bewusstseinsstörung sind komplexe Merkmale und verlangen eine weitere Abklärung, auch im Hinblick auf eine ZNS-Infektion.
Welche Vorkenntnisse brauche ich für das Lernheft?
Grundkenntnisse aus der Vorklinik genügen. Die Grundlagenmodule zu Atemwegswiderstand, Totraum, Baroreflex, Säure-Basen-Haushalt, Darmrotation, Hämostase, Nervensystem und Leber frischen das nötige Wissen direkt neben dem jeweiligen klinischen Fall auf.
Was mache ich, wenn mir bei einer Aufgabe oder Lösung etwas unklar ist?
Alle Fälle und Lösungen wurden sorgfältig geprüft. Sollte trotzdem einmal etwas nicht passen, löst unser Support jedes Problem innerhalb von 24 Stunden. Bei Rückfragen zu einzelnen Aufgaben sind wir jederzeit gern für dich da.
Wichtiger Hinweis
Dieses Material dient dem Lernen im Rahmen des Medizinstudiums. Alle Fälle sind für das Studium konstruiert. Das Lernheft ersetzt keine individuelle Diagnose und keine Behandlung und enthält bewusst keine individuellen Dosierungen. Fachliche Referenzbasis sind die Empfehlungen der DGKJ zum Fiebermanagement bei Kindern und Jugendlichen, die Deutsche Atemwegsliga (Lungenfunktion) sowie die IMPP-Gegenstandskataloge für das Medizinstudium. Stand der fachlichen Prüfung: November 2026.




