Prüfungen Modellstudiengang Oldenburg: was in der Vorklinik an der Uni Oldenburg geprüft wird

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An der Uni Oldenburg gibt es kein klassisches Physikum; die Prüfungen laufen stattdessen über die Module des Modellstudiengangs. Hier siehst du, was das für deine Planung bedeutet, wie du Wissen über viele Module hinweg hältst und welche Rolle die vorklinischen Fächer dabei spielen.

  • Kein klassisches Physikum
  • Modulprüfungen in den Jahren 1–3
  • M1-Äquivalent nach drei Jahren
  • Mündlich-praktisch: OSCE (Stand 2019)
  • Je vier 10-Wochen-Module pro Jahr

Kurz gesagt: Die Prüfungen im Modellstudiengang Oldenburg sind Modulprüfungen der Jahre 1 bis 3, die zusammen den schriftlichen Teil eines Äquivalents zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bilden. Ein klassisches Physikum nach dem vierten Semester gibt es nicht. Wie jede Prüfung genau abläuft, steht in der Prüfungsordnung und im Modulplan; dein Lernplan sollte aber von Anfang an auf Wiederholung über Module hinweg ausgelegt sein.

Was wird im Modellstudiengang Oldenburg statt des Physikums geprüft?

Ein klassisches Physikum nach dem vierten Semester gibt es hier nicht. An seine Stelle tritt nach drei Jahren ein Äquivalent zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, kurz M1. Die Grundlage dafür sind die Modulprüfungen der Jahre 1 bis 3; sie bilden den schriftlichen Teil. Den mündlich-praktischen Teil beschreibt ein Fachbeitrag von 2019 als OSCE-Prüfungen am Ende der Semester. Wie das heute im Detail geregelt ist, nennt die Prüfungsordnung der Fakultät.

Das hat eine unmittelbare Folge für dich. Es gibt nicht den einen Termin, auf den du hinlernst, sondern eine Folge von Prüfungen, die sich über drei Jahre verteilen. Jede einzelne zählt, und der Stoff aus Jahr 1 verschwindet nicht, nur weil das Modul vorbei ist.

Die Struktur der Module erklärt auch, warum das so ist. Jahre 1 bis 3 bestehen aus je vier Modulen von zehn Wochen, die Fächer sind darin verbunden. Die Uni beschreibt das Studium auf der Seite zur Humanmedizin im Staatsexamen als zwölfsemestrigen Studiengang, der mit dem Staatsexamen endet.

Wenn du von älteren Studierenden anderer Städte hörst, das Physikum sei der große Einschnitt, gilt das hier nicht in derselben Weise. Der Druck verteilt sich auf mehrere Termine statt auf einen einzelnen. Das verlangt Disziplin im Alltag, weil kein großer Termin die Planung diktiert.

Das gilt für Oldenburg

  • Kein klassisches Physikum nach dem 4. Semester
  • Modulprüfungen der Jahre 1–3 bilden den schriftlichen M1-Teil
  • Mündlich-praktischer Teil laut Fachbeitrag 2019 in OSCE-Form
  • Prüfungsform je Modul: Modulplan und Prüfungsordnung

Wie sieht der Prüfungsrhythmus über die ersten Jahre aus?

Weil jedes Jahr aus vier Modulen von zehn Wochen besteht, wiederholt sich ein Takt: Einarbeiten, Stoff verdichten, Prüfung, kurze Pause, nächstes Modul. Wann genau welche Prüfung liegt und wie sie aufgebaut ist, entnimmst du dem Modulplan, den die Fakultät dir zum Start gibt.

Plane deshalb nicht vom Ende her, sondern in Modulen. Für jedes Modul brauchst du eine Phase zum Verstehen, eine zum Üben und eine zum Wiederholen. Die Tabelle zeigt eine grobe Aufteilung der zehn Wochen, die du an die Termine deines Moduls anpasst. Trage die Termine, sobald du sie kennst, in einen Kalender ein und lege rückwärts fest, wann du mit dem Wiederholen beginnst.

Wichtig ist der Puffer. Zehn Wochen sind schnell vorbei, wenn eine Woche durch Krankheit oder einen Praktikumsblock ausfällt. Plane deshalb nur etwa vier Fünftel deiner Lernzeit fest ein und halte den Rest für Verschobenes frei. Wer jeden Tag voll verplant, gerät beim ersten Ausfall in Rückstand.

Ein Hinweis zu den Praxisteilen: Die klinisch-praktischen Fertigkeiten laufen als Längsschnittstrang durch das ganze Studium. Wenn dort Prüfungsformen mit praktischen Stationen vorkommen, übst du sie am besten laufend, nicht erst vor dem Termin. Kurze Rollenspiele mit einer Kommilitonin, in denen du eine Anamnese oder Untersuchung durchsprichst, sind dafür ein einfacher Anfang.

Tabelle seitlich scrollbar →

Phase im Modul Schwerpunkt Was du tust
Woche 1–3 Orientierung und Verstehen Lernziele sammeln, täglich nacharbeiten
Woche 4–6 Vertiefen Inhalte erklären, Skizzen anfertigen, Lücken notieren
Woche 7–8 Üben Fragen beantworten, Fehler auswerten
Woche 9–10 Wiederholen Nichts Neues, Wissen abfragen, schlafen

Welche Rolle spielen die vorklinischen Fächer im integrierten Curriculum?

Anatomie, Biochemie, Physiologie und Medizinische Psychologie sind auch im Modellstudiengang Inhalte, die du kennen musst. Sie sind im integrierten Curriculum nicht streng nach Fächern getrennt; wie sie in den Modulen vorkommen und geprüft werden, nennt der Modulplan. Beim Bewegungsapparat etwa treffen klinische Grundlagen, Untersuchungstechniken, Anatomie und Physik zusammen.

Für dich bedeutet das: Gute Grundlagen zahlen sich in jeder Modulprüfung aus, weil du dieselben Begriffe und Zusammenhänge in neuen Situationen brauchst. Wer Anatomie nur für eine Prüfung lernt, merkt im nächsten Modul, dass sie ihm fehlt.

Welche Fächer im ersten Jahr wo vorkommen, zeigt dir die Seite zur Vorklinik im Modellstudiengang Oldenburg. Dort findest du eine Übersicht, wie die Fächer aufeinander aufbauen.

Ein hilfreiches Gedankenexperiment: Nimm ein Thema, das dich im ersten Modul beschäftigt, und frage dich, welche Fächer es berührt. Meist sind es drei oder vier. Schreib zu jedem Fach einen Satz auf, den du ohne Unterlagen sagen kannst. Dieser Satz ist dein Prüfstein, ob du den Stoff verbunden gelernt hast.

Wie hältst du Wissen über viele Module hinweg?

Das Kernproblem im Modellstudiengang ist nicht der einzelne Stoffberg, sondern die Menge an Themen über drei Jahre. Wenn du jedes Modul nach der Prüfung abhakst, musst du später vieles neu lernen. Besser ist ein dauerhaftes Wiederholungssystem, das jede Woche ein wenig Zeit kostet und über die Module hinweg läuft.

Ein praktischer Weg sind Karteikarten mit eigenen Fragen, die du nach Themen statt nach Modulen sortierst. Ordne Karten zum Herz-Kreislauf-System zusammen, auch wenn sie aus zwei verschiedenen Modulen stammen. Dadurch trainierst du genau das, was in den späteren Modulen verlangt wird: Verknüpfungen.

Zusätzlich hilft ein Wochenrückblick, in dem du aufschreibst, was du aus dem laufenden Modul mit früherem Stoff verbinden kannst. Zwanzig Minuten reichen. Das fühlt sich anfangs mühsam an und spart dir später viel Zeit.

Auch Lerngruppen helfen. Zu viert über Module hinweg abzufragen, gibt dir Rückmeldung zu Lücken, die du allein nicht siehst. Verabredet feste Termine, einen Wochentag und eine Dauer, und wechselt in jeder Runde, wer die Fragen stellt. So bleibt die Gruppe nach den ersten Wochen erhalten.

Halte außerdem eine Liste mit Begriffen, die in mehreren Modulen wiederkommen, etwa Blutdruck, Entzündung oder Gasaustausch. Zu jedem schreibst du in zwei Sätzen, was du aus Anatomie, Physiologie und Biochemie dazu weißt. Die Liste wächst mit jedem Modul und ist später eine schnelle Wiederholung.

  • Täglich: Das Gehörte am selben Tag in eigenen Worten zusammenfassen, 30 Minuten.
  • Wöchentlich: Fragen aus der Woche abfragen und neue Karten schreiben. Einen Rückblick zum Zusammenhang mit früherem Stoff verfassen.
  • Monatlich: Alte Karten wiederholen, die mehr als vier Wochen liegen. Themen, die schwächeln, in den Plan nehmen.
  • Vor der Prüfung: Zwei Wochen Wiederholung ohne neuen Stoff. Fehlerliste durchgehen, schlafen.

Wie planst du ab dem 1. Semester, wenn die Termine noch offen sind?

Wann das erste Modul beginnt und wann die ersten Prüfungen liegen, nennt die Fakultät zum Studienstart. Bis dahin kannst du trotzdem planen. Die naturwissenschaftlichen Grundlagen sind in fast jedem Modul Voraussetzung, deshalb lohnt es sich, Chemie, Biologie und Physik vor dem Beginn aufzufrischen. Der Vorbereitungskurs für Chemie, Biologie und Physik ist dafür gedacht.

Wenn das Modul läuft, ändert sich dein Ziel: Du willst nicht alles auf einmal wissen, sondern jede Woche das Verstandene sichern. Notiere dir die Prüfungsform des ersten Moduls, sobald sie bekannt ist, und richte deine Übungsform danach aus. Ist es schriftlich, übst du mit Fragen; ist es praktisch, übst du mit einer Partnerin, die dir Aufgaben stellt.

Wenn du dich fragst, ob du schon im ersten Modul Fragensammlungen brauchst: Nach dem Verstehen kann das hilfreich sein, davor eher nicht. Ein einzelnes Paket wie die 250 Anatomie-MC-Fragen eignet sich zum Prüfen, wenn du den Stoff schon einmal durchgearbeitet hast.

Falls Termine knapp werden, priorisiere nach Wirkung. Zuerst das, was in mehreren Modulen wiederkehrt, also Grundlagen der Chemie und Physik sowie die Anatomie-Begriffe. Danach das, was nur in einem Modul vorkommt. Streich zuerst die Zusatzquellen, nicht den Schlaf.

Welches Material passt zu den Modulprüfungen?

Es gibt für den Modellstudiengang kein Material, das auf einen bestimmten Modulplan zugeschnitten wäre. Was du brauchst, sind verlässliche Grundlagen in den vorklinischen Fächern, die du dann in den Modulen anwendest. Der Vorklinik Premium Komplettkurs deckt die fachlichen Grundlagen der Vorklinik ab, also sieben Fächer plus medizinische Terminologie, und eignet sich als roter Faden.

Der Vorklinik Komplettkurs enthält nur die vier Kernfächer Anatomie, Biochemie, Physiologie und Medizinische Psychologie. Er passt, wenn Chemie, Biologie und Physik bei dir bereits sitzen. Der Vorbereitungskurs wiederum richtet sich an alle, die diese drei Fächer zuerst nachholen wollen.

Entscheide dich für ein Hauptmaterial und bleibe dabei. Die meisten Probleme entstehen nicht durch fehlendes Material, sondern durch zu viele parallele Quellen.

Ein Paket bündelt mehrere Fächer an einem Ort; das kann die Materialsuche vereinfachen, weil du nicht für jedes Fach eine eigene Quelle suchen musst.

Was tust du, wenn eine Modulprüfung nicht gut läuft?

Ruhig bleiben ist der erste Schritt, der zweite ist Nachlesen. Welche Möglichkeiten es zur Wiederholung gibt und in welchen Fristen, regelt die Prüfungsordnung der Fakultät. Frag außerdem die Studienberatung, bevor du Pläne änderst. Sie kennt die Regeln für Wiederholung und Fristen und kann dir sagen, was in deinem Fall gilt.

Danach wertest du die Prüfung aus: Bei welchen Fragen oder Aufgaben hast du Punkte verloren, und warum? War es Wissen, das fehlte, oder war es Zeitdruck, Unsicherheit oder ein Missverständnis der Aufgabe? Für jedes Muster gibt es eine andere Gegenmaßnahme.

Wichtig ist, dass du eine Lücke nicht zur Gewohnheit werden lässt. Eine nicht bestandene Prüfung ist unangenehm und gehört zu den Dingen, die im Studium vorkommen können. Entscheidend ist, wie schnell du einen Plan hast, der dir wieder Boden gibt.

Ein brauchbarer Plan hat drei Teile: die Themen mit den meisten verlorenen Punkten, einen festen Wochenrhythmus bis zum nächsten Termin und eine Person, die dich regelmäßig abfragt. Mehr braucht es nicht. Alles Weitere, etwa neue Materialien oder lange Lernmarathons, kostet meist mehr Energie, als es bringt.

Passende Kurse für die Vorklinik in Oldenburg

Die Prüfungen laufen über Module, deshalb brauchst du Grundlagen, die du in jedem Modul anwenden kannst. Das Premium-Paket bündelt sie, der Komplettkurs deckt die vier Kernfächer ab, der Vorbereitungskurs schließt Lücken in den Naturwissenschaften. Anatomie-MC-Fragen sind ein einzelnes Paket zum Abfragen.

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  • Sofortiger Download
  • PDF für Handy, Tablet, Laptop
  • Sichere Zahlung
  • Kein Abo

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Paket Passend, wenn … Inhalt Preis
Vorklinik Premium Komplettkurs Passend, wenn du ein Paket für alle Fächer willst Sieben vorklinische Fächer plus Terminologie, optional mit 1.000 Prüfungsfragen ab 179,90 €
Vorklinik Komplettkurs Medizin Passend, wenn du die vier Kernfächer willst Anatomie, Biochemie, Physiologie und PsychSoz in einem Paket ab 119,90 €
Vorbereitungskurs Medizinstudium Passend, wenn dir Chemie, Bio, Physik fehlen Chemie, Biologie und Physik auf dem Niveau, das ab Woche 1 vorausgesetzt wird 69,90 €
Anatomie MC-Fragen (250) Passend, wenn du Anatomie gezielt abfragen willst 250 prüfungsnahe Fragen mit Erklärungen 19,99 €

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Häufige Fragen: Prüfungen Modellstudiengang Oldenburg

Gibt es in Oldenburg einen schriftlichen Teil und einen mündlichen Teil?

Das Äquivalent zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung hat einen schriftlichen und einen mündlich-praktischen Teil. Den schriftlichen Teil bilden die Modulprüfungen der Jahre 1 bis 3; der praktische Teil wird in einem Fachbeitrag von 2019 als OSCE beschrieben. Aktuelles steht in der Prüfungsordnung.

Wann liegt die erste Prüfung im Studium?

Der Termin der ersten Modulprüfung steht im Modulplan, den die Fakultät zum Studienstart bereitstellt. Frag in der Einführung nach der Form und den Anmeldefristen.

Kann ich mit einem Kurs fürs Physikum lernen, obwohl es keines gibt?

Ein klassisches Physikum gibt es in Oldenburg nicht, deshalb lernst du nicht fürs Physikum. Kurse für die vorklinischen Fächer helfen dir trotzdem, weil sie die fachlichen Grundlagen abdecken, die du in den Modulen brauchst.

Was ist ein OSCE?

Das ist eine praktische Prüfung, bei der du an mehreren Stationen kurze Aufgaben löst, etwa eine Untersuchung oder ein Gespräch. Wie sie in Oldenburg aufgebaut ist, erklärt die Fakultät.

Wie viele Prüfungen gibt es pro Jahr?

Die Jahre 1 bis 3 bestehen aus je vier Modulen. Wie viele Prüfungen genau anfallen und wie sie verteilt sind, steht im Modulplan.

Wann sollte ich anfangen zu lernen?

Am besten ab der ersten Woche, in kleinen täglichen Blöcken. Wer den Stoff erst kurz vor der Modulprüfung anfasst, hat zehn Wochen Inhalt in zwei Wochen zu bewältigen.

Reichen die Unterlagen aus den Modulen zum Lernen?

Das hängt vom Modul und von deiner Lernweise ab. Ein zusätzliches Hauptmaterial pro Fach kann helfen, aber mehr als eines pro Fach ergibt selten Sinn.

Wo finde ich die Prüfungsordnung?

Auf der Seite der Fakultät und beim Prüfungsamt. Lies sie in der ersten Woche, damit du Fristen und Wiederholungsregeln kennst.

Hinweis: Die Angaben zum Studienaufbau stammen von den offiziellen Seiten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und – wo gekennzeichnet – der Fachschaft; sie geben den dort veröffentlichten Stand wieder. Verbindlich sind ausschließlich die geltende Studien- und Prüfungsordnung sowie die Bekanntmachungen der Hochschule. Diese Seite ist ein unabhängiges Lernangebot und steht in keiner Verbindung zur genannten Hochschule.