Die ersten Semester an der MHH: Fächer, Lernplan und Material im Modellstudiengang
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Die Vorklinik gibt es an der MHH nicht als eigenen Abschnitt, sondern sie besteht aus den Modulen der ersten beiden Studienjahre im Modellstudiengang HannibaL. Die Übersicht zeigt dir, welche Inhalte im ersten Jahr auf dich zukommen, wie sie aufeinander aufbauen und wie du dir Material und Zeit einteilst.
- Fünf Blöcke zu je sieben Wochen
- Module statt klassischer Fächer
- Früher Patientenkontakt ab Jahr 1
- Skills Lab für Praxis und Gespräch
- Wissenschaftsmodul über fünf Jahre
Kurz gesagt: Die Vorklinik in Hannover verteilt sich im Modellstudiengang auf Module statt auf klassische Semester. Das erste Studienjahr hat fünf Blöcke zu je sieben Wochen mit Modulen von Zellbiologie über Anatomie, Biochemie und Chemie bis Psychologie und Soziologie. Wann welches Modul liegt, zeigt der Studienverlaufsplan, und ein Hauptmaterial pro Fach plus feste Wiederholung hilft dir durch die Blöcke.
Wie ist die Vorklinik an der MHH aufgebaut?
HannibaL steht für Hannoversch integrierte, berufsorientierte und adaptive Lehre und ist seit 2005 der Modellstudiengang der MHH. Statt vier Semestern Vorklinik und einer großen Prüfung gibt es Module, die in Blöcken unterrichtet werden. Im ersten Studienjahr sind es fünf Blöcke, die 1A bis 1E heißen und je sieben Wochen dauern.
Die klassische Trennung zwischen Vorklinik und Klinik ist hier weicher als an anderen Fakultäten. Du hast schon im ersten Jahr Propädeutika und Diagnostische Methoden und damit frühen Kontakt zu Patientinnen und Patienten. Im Skills Lab übst du praktische Kompetenzen und Gesprächsführung.
Das heißt für dich: Die Fächer, die du aus Studienführern kennst, tauchen hier verteilt und verzahnt auf. Mit welchem Block du beginnst und welche Module wann folgen, nennt der Studienverlaufsplan, den du in der Übersicht der Studienverlaufspläne der MHH findest.
Für die Planung bedeutet das: Du lernst nicht ein Fach nach dem anderen, sondern mehrere Module, die in einem Block gleichzeitig laufen oder kurz hintereinander folgen. Sieben Wochen sind dafür eine überschaubare Einheit. In den Modulen werden Prüfungen abgelegt, danach beginnt der nächste Abschnitt, und alter Stoff gehört trotzdem weiter in deinen Kopf.
Wer von einer Hochschule mit klassischem Semesteraufbau erzählt, meint ein anderes System. Vergleiche deshalb nicht Wochenpläne mit Studierenden anderer Städte, sondern nimm deinen eigenen Studienverlaufsplan als Grundlage.
Das gilt an der MHH
- Modellstudiengang HannibaL seit 2005
- Studienjahr 1 in fünf Blöcke (1A bis 1E) zu je sieben Wochen gegliedert
- Früher Patientenkontakt in den ersten zwei Jahren
- Skills Lab für praktische Kompetenzen und Gesprächsführung
- Wissenschaftsmodul über alle fünf Jahre, optionales Promotionsprogramm
Welche Module bringt das erste Studienjahr?
Die Module des ersten Studienjahres lassen sich in drei Gruppen ordnen: naturwissenschaftliche Grundlagen, Körper und Funktion sowie Arzt-Patient-Kompetenzen. Die Tabelle zeigt, welche Inhalte dahinterstehen. Die Zuordnung der einzelnen Module zu den Blöcken 1A bis 1E steht im Studienverlaufsplan und kann sich von Jahr zu Jahr ändern.
Beachte, dass die Reihenfolge in der Tabelle keine Block-Reihenfolge ist. Sie ordnet nach Inhalt, damit du siehst, welche Module zusammengehören. Wer wissen will, wann was beginnt, schaut in den Plan seines Studienjahres.
Zwei Module verdienen früh Beachtung, weil sie praktisch sind: die Propädeutika und die Diagnostischen Methoden. Dort stehen früher Patientenkontakt und praktische Kompetenzen im Mittelpunkt; die Inhalte nennt die Modulbeschreibung. Trag Untersuchungsschritte nicht nur im Kopf, sondern übe sie im Skills Lab mit einem Gegenüber.
Das Wahlfach I ist die Gelegenheit, ein Thema zu vertiefen, das dich besonders interessiert. Informiere dich früh über die Auswahl, denn Plätze und Fristen regelt die Fakultät. Ob und wann du es wählen musst, steht im Plan deines Studienjahres.
Tabelle seitlich scrollbar →
| Gruppe | Module im Studienjahr 1 | Was dahintersteht |
|---|---|---|
| Naturwissenschaftliche Grundlagen | Chemische Grundlagen, Biochemische Grundlagen, Zellbiologische Grundlagen, Humangenetik I | Chemie, Stoffwechsel, Zelle, Genetik |
| Körper und Funktion | Anatomische Grundlagen (Makroskopische Anatomie), Physiologie und physikalische Grundlagen | Bau und Funktion des Körpers, Physik im Medizinbezug |
| Arzt-Patient-Kompetenzen | Propädeutikum Patient und Krankheit, Propädeutikum Lunge und Atemwege, Diagnostische Methoden | Patientenkontakt, praktische Kompetenzen |
| Begleitende Module | Terminologie, Psychologische und soziologische Grundlagen, Wahlfach I | Fachsprache, Verhalten und Gesellschaft, eigene Schwerpunkte |
Wie bauen Biochemie und Physiologie auf Chemie und Physik auf?
Die Chemie ist das Fundament der Biochemie. Aus den Chemischen Grundlagen brauchst du später vor allem Säuren und Basen, Puffer, Redoxreaktionen und organische Funktionsgruppen. Stoffwechselwege sind nichts anderes als eine lange Folge solcher Reaktionen, und wer die Grundtypen erkennt, muss weniger Einzelschritte auswendig lernen.
Ebenso trägt die Physik die Physiologie. Druck, Strömung, Kapazität und elektrische Spannung kehren im Kreislauf, in der Atmung und an Nerv und Muskel wieder. Im Modul Physiologie und physikalische Grundlagen der Medizin sind beide Fächer ohnehin zusammengelegt, was dir den Zusammenhang erleichtert.
Das Gleiche gilt für die Biologie: Die Zellbiologischen Grundlagen bilden den Rahmen, in den du Biochemie, Histologie und Genetik einsortierst. Wer die Zelle gut kennt, versteht die Anatomie der Gewebe leichter.
Eine nützliche Gewohnheit ist eine Brückenliste. Schreib jedes Mal, wenn dir im neuen Modul ein altes Thema begegnet, einen Satz auf: Was war es, wo habe ich es gelernt, was fehlt noch? Nach einem Block hast du eine Liste, die dir zeigt, wo deine Grundlagen tragen und wo sie nachgebessert werden müssen.
Besonders deutlich wird der Zusammenhang bei der Terminologie. Wer die Wortbausteine kennt, versteht Namen in Anatomie, Physiologie und Propädeutikum schneller und muss weniger nachschlagen. Zehn Minuten Terminologie am Tag in den ersten Wochen helfen dir in späteren Modulen.
Auch die Psychologischen und soziologischen Grundlagen gehören in diese Brücken, denn sie sind im Gespräch mit Patientinnen und Patienten wichtig. Wer Begriffe wie Stress, Bindung oder Kommunikationsmodelle sicher erklären kann, geht mit mehr Ruhe in die Skills-Lab-Termine.
Wie verteilst du Material und Lernzeit über die ersten Studienjahre?
Die Prüfungen im Modellstudiengang liegen laut Prüfungsordnung in den Modulen der Studienjahre 1 und 2. Das ist ein Zeitraum von rund zwei Jahren, in dem du ein Hauptmaterial pro Fach haben solltest und kein Sammelsurium aus fünf Quellen. Die Grobplanung unten gilt für jedes Studienjahr und lässt sich verschieben.
Die Fächer sind eng verzahnt, deshalb lohnt sich ein Material, das sie in einem Rahmen bündelt. Der Vorklinik Premium Komplettkurs mit sieben Fächern und Terminologie tut das für Anatomie, Biochemie, Physiologie, PsychSoz, Biologie, Chemie und Physik. Er deckt die fachlichen Grundlagen der Vorklinik ab, ersetzt aber keine Veranstaltung deines Moduls.
Wer die Naturwissenschaften schon sicher kann und nur die vier Kernfächer Anatomie, Biochemie, Physiologie und PsychSoz bündeln will, findet im Vorklinik Komplettkurs die schlankere Variante. Er enthält weder Chemie, Biologie und Physik noch Terminologie.
Ein Hauptmaterial bedeutet: Du arbeitest mit einem Skript oder Kurs von vorne bis hinten und schlägst nur bei Lücken in einem Lehrbuch nach. Fang nicht mit dem Vergleichen von Quellen an. Der Vergleich kostet Zeit, die du zum Wiederholen brauchst. Wenn du merkst, dass ein Material zu deinem Rhythmus nicht passt, wechsle nach spätestens zwei Wochen.
Die Bibliothek der Hochschule ist eine gute Ergänzung. Dort kannst du Lehrbücher einsehen, ohne sie zu kaufen, und herausfinden, welche Erklärung dir liegt. Kauf erst, wenn du nach einer Woche merkst, dass du ein Buch wirklich täglich brauchst.
- Vor dem Start: Studienverlaufsplan lesen, Prüfungsformen notieren, Hauptmaterial pro Fach festlegen, Nacharbeitszeiten in den Kalender eintragen.
- Erste Wochen: Grundlagen sichern und alle Module von Beginn an mit kurzer täglicher Abfrage begleiten.
- Mitte des Jahres: Brückenliste prüfen, Biochemie und Physiologie an die Grundlagen anbinden, erste Fragen zum Testen nutzen.
- Vor den Prüfungen: Fehlerlisten pro Modul durchgehen, mündliche Abfragen in der Gruppe, praktische Stationen im Skills Lab wiederholen.
- Studienjahr 2: Altes Wissen in Abständen kurz wiederholen, damit der Anschluss an neue Module nicht abreißt.
Wie bleibt neben den Modulen Zeit für dich?
In einem Modellstudiengang mit frühem Patientenkontakt und Skills-Lab-Terminen ist der Stundenplan dichter, als viele erwarten. Plane deshalb bewusst freie Zeit ein: einen Nachmittag pro Woche ohne Lernen, feste Schlafenszeiten und Bewegung. Das ist kein Luxus, sondern die Bedingung dafür, dass du den Stoff behältst.
Ein Wochenplan hilft nur, wenn er realistisch ist. Rechne die Veranstaltungen ein, dann die Nacharbeit, dann Puffer, und erst zuletzt Freizeit. Wenn du merkst, dass der Puffer regelmäßig aufgebraucht ist, kürze das Zusatzmaterial, nicht den Schlaf.
Wer Planer, Wochenstruktur und Hilfen gegen Überlastung sucht, findet sie im Study-Life-Balance Onlinekurs. Er ersetzt keine Beratung durch die Hochschule, kann aber Struktur geben, wenn dir der Einstieg schwerfällt.
Auch die Gruppenarbeit im Modellstudiengang kostet Zeit und Energie. Wenn du merkst, dass du abends nur noch erschöpft bist, ist das ein Hinweis, den Tag zu entzerren, bevor die Konzentration leidet. Sprich im Zweifel früh mit einer Beratungsstelle der Hochschule oder mit Studierenden aus höheren Blöcken.
Lohnt sich ein Paket für das ganze Studium?
Das hängt davon ab, wie du lernst. Wenn du gern mit einem durchgehenden Material arbeitest, kannst du später vom Komplettpaket Medizinstudium M1 + M2 profitieren, das Vorklinik Premium und das Klinik-Komplettpaket kombiniert. Für das erste Studienjahr brauchst du das noch nicht.
Auch ohne Gesamtpaket lässt sich langfristig planen. Halte am Ende jedes Blocks fest, welche Fächer sich bewährt haben und welche Methoden bei dir funktioniert haben. Diese Notizen sind für das zweite Studienjahr mehr wert als jede neue Anschaffung, weil du deinen eigenen Rhythmus schon kennst.
Entscheide im ersten Block, was dir hilft. Probier zwei Wochen ein Material aus, und wenn es zu deinem Rhythmus passt, bleib dabei. Einen Überblick über deinen Einstieg in den ersten Wochen findest du auf der Seite zum Studienstart in Hannover.
Ein Hinweis für Zahnmedizin: Der Studiengang ist an der MHH ein eigener Regelstudiengang mit zehn Semestern und eigener Prüfungsstruktur, und der Start ist nur im Wintersemester möglich. Die Module der Humanmedizin gelten dort nicht eins zu eins; mehr dazu steht in unserer Übersicht zur Zahnmedizin.
Wie hängen Module, Anatomie und Prüfungen zusammen?
Ein klassisches Physikum gibt es hier nicht. Laut Prüfungsordnung ersetzen Prüfungen in den Modulen der Studienjahre 1 und 2 den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Die Formate sind schriftlich im MC-Format, mündlich und als OSCE-Stationen. Bei Bestehen erhältst du eine Äquivalenzbescheinigung.
Das hat eine praktische Folge für deine Planung: Du lernst nicht für einen einzigen Termin am Ende, sondern in Abschnitten. Das entlastet, verlangt aber, dass du jedes Modul ernst nimmst und früh anfängst. Mehr zu Formaten und Lernplänen findest du auf der Seite Prüfungen im Modellstudiengang HannibaL und in der Prüfungs- und Studienordnung Medizin der MHH.
Für deine Vorbereitung gilt: Lege zu jedem Modul ein Blatt mit Prüfungsform, Termin und Wiederholungsfenster an, daneben eine Fehlerliste und eine Brückenliste. Mit diesen drei Blättern hast du für jeden Block ein einfaches Steuerungsinstrument.
Die Makroskopische Anatomie wird schriftlich und mündlich geprüft. Laut Studienverlaufsplan 2025/26 liegen die Prüfungen in den Kalenderwochen 31 und 32, mit anschließender Wiederholungsprüfung.
Weil die Prüfung spät im Jahr liegt, entscheidet die Wiederholung über das Ergebnis, nicht der Moment der ersten Begegnung. Wie du diese Wiederholung im Wochenrhythmus verankerst, erklärt die Seite Anatomie in Hannover: Lernplan und Vorbereitung.
Die Anatomie ist ein Beispiel dafür, wie du auch alle anderen Module angehen kannst: früh beginnen, in kleinen Einheiten abfragen und die Prüfungsform im Blick behalten. Ein Atlas allein reicht dafür nicht; aktive Übung entscheidet.
Passende Kurse für die Vorklinik in Hannover
Welche Karte passt, hängt davon ab, wie viel du bündeln willst. Premium bringt alle vorklinischen Fächer plus Terminologie in eine Struktur, der Komplettkurs nur die vier Kernfächer. Das Gesamtpaket ist für Studierende gedacht, die langfristig mit einem Material arbeiten möchten.
Karten seitlich scrollbar →
PremiumVorklinik Premium KomplettkursSieben vorklinische Fächer plus Terminologie, optional mit 1.000 Prüfungsfragenab 179,90 € Ansehen ›
VorklinikVorklinik Komplettkurs MedizinAnatomie, Biochemie, Physiologie und PsychSoz in einem Paketab 119,90 € Ansehen ›
GesamtstudiumKomplettpaket Medizinstudium M1 + M2Vorklinik Premium und Klinik-Komplettpaket zusammen229,90 € Ansehen ›
PlanungStudy-Life-Balance OnlinekursPlaner, Wochenstruktur und Guides gegen Überlastung79,90 € Ansehen ›
- Sofortiger Download
- PDF für Handy, Tablet, Laptop
- Sichere Zahlung
- Kein Abo
Tabelle seitlich scrollbar →
| Paket | Passend, wenn … | Inhalt | Preis |
|---|---|---|---|
| Vorklinik Premium Komplettkurs | Passend, wenn du alle sieben Fächer bündeln willst | Sieben vorklinische Fächer plus Terminologie, optional mit 1.000 Prüfungsfragen | ab 179,90 € |
| Vorklinik Komplettkurs Medizin | Passend, wenn du nur die vier Kernfächer brauchst | Anatomie, Biochemie, Physiologie und PsychSoz in einem Paket | ab 119,90 € |
| Komplettpaket Medizinstudium M1 + M2 | Passend, wenn du ein Material für das ganze Studium willst | Vorklinik Premium und Klinik-Komplettpaket zusammen | 229,90 € |
| Study-Life-Balance Onlinekurs | Passend, wenn dir Struktur und Wochenplanung fehlen | Planer, Wochenstruktur und Guides gegen Überlastung | 79,90 € |
Häufige Fragen: Vorklinik Hannover
Gibt es an der MHH eine klassische Vorklinik?
Nicht im traditionellen Sinn. Der Modellstudiengang HannibaL gliedert das Studium in Module und Blöcke, die Vorklinik-Inhalte stecken in den Modulen der ersten Jahre.
Wie lang ist ein Block im ersten Studienjahr?
Das Studienjahr 1 hat fünf Blöcke von 1A bis 1E, jeder dauert sieben Wochen. Welche Module in welchem Block liegen, steht im Studienverlaufsplan.
Wann habe ich den ersten Patientenkontakt?
Schon in den ersten zwei Jahren, vor allem in den Propädeutika und in den Diagnostischen Methoden. Das Skills Lab bereitet praktische Kompetenzen und Gesprächsführung vor.
Wann beginnt der erste Block im Wintersemester 2026/27?
Den Beginn nennt die Fakultät im Stundenplan und zu Studienbeginn. Trag den Termin in deinen Kalender ein, sobald er feststeht.
Brauche ich Material für jedes Modul?
Nein. Ein Hauptmaterial pro Fach ist ein sinnvoller Anfang. Wichtiger als die Menge ist, dass du aktiv wiederholst und Fehler auswertest.
Ersetzt ein Kurs die Veranstaltungen?
Nein. Vorlesung, Skills Lab und Propädeutikum bleiben verbindlich. Ein Kurs ergänzt sie als Struktur zum Wiederholen.
Was ist mit der Zahnmedizin?
Sie ist ein eigener Regelstudiengang mit zehn Semestern und eigener Prüfungsstruktur. Start ist nur zum Wintersemester.
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