Herzphysiologie im Physikum: Lernreihenfolge und Kreuzfallen
Kurz gesagt: Herz- und Kreislaufphysiologie lässt sich in fünf Lerneinheiten gut vorbereiten: Pumpe und Herzzeitvolumen, Lastgrößen und Frank-Starling, Herzzyklus und Rechengrößen, Erregung und vegetative Steuerung, Gefäße und Kreislaufregulation. Die meisten Punkte gehen durch Verwechslungen verloren, etwa von Vorlast und Nachlast, von Druck und Fluss oder von EF und Herzzeitvolumen. Lerne die Einheiten in dieser Reihenfolge und prüfe dich nach jeder mit Fallfragen und kleinen Rechnungen.
5 Lerneinheiten
8 typische Fallen
Rechnen mit Einheiten
Lernheft Herzphysiologie & Kreislauf18 Module mit Fallfragen, Bildtafeln und Selbsttests für die Physikumvorbereitung. Zum passenden Material
Herz und Kreislauf sind im Physikum ein großer Block der Physiologie, mit Kurvenfragen zur Druck-Volumen-Schleife, Rechenaufgaben zu Herzzeitvolumen und Ejektionsfraktion und Verständnisfragen zur Regulation. Viele Studierende lernen die Themen in der Reihenfolge des Lehrbuchs und verlieren dabei den Zusammenhang. Diese Seite zeigt eine Reihenfolge, in der jede Einheit auf der vorherigen aufbaut, und die Fallen, die in Altfragen immer wieder auftauchen.
In welcher Reihenfolge lernst du Herz und Kreislauf?
Einheit 1
Pumpe
Zwei Pumpen in Serie, Herzzeitvolumen aus Frequenz und Schlagvolumen.
Einheit 2
Lastgrößen
Vorlast, Nachlast, Kontraktilität und Frank-Starling-Mechanismus.
Einheit 3
ZyklusRechnen
Herzzyklus, Druck-Volumen-Schleife, Schlagvolumen und Ejektionsfraktion.
Einheit 4
Steuerung
Elektromechanische Kopplung, Sympathikus und Vagus, Koronarperfusion.
Einheit 5
GefäßeRegulation
Druck, Fluss und Widerstand, Arterien und Venen, Kapillaraustausch, Baroreflex, Belastung und Kreislaufversagen.
Plane pro Einheit einen Lerntag mit anschließendem Kreuzblock und wiederhole nach einigen Tagen gemischt. Wie sich Herz und Kreislauf in deinen gesamten Physikumplan einfügen, zeigt die Seite Physiologie lernen fürs Physikum.
Welche Verwechslungen kosten die meisten Punkte?
Verwechslung
Richtig ist
Gleicher Fluss heißt gleicher Druck
Beide Herzhälften fördern im Mittel dasselbe Volumen bei sehr unterschiedlichen Drücken
Höhere Frequenz heißt höheres HZV
Bei extremer Tachykardie sinkt die Füllung und damit das Schlagvolumen
Füllungsdruck ist gleich Vorlast
Der Druck hängt von der Compliance ab, eine steife Kammer hat bei kleinem Volumen hohen Druck
Nachlast ist nur der Gefäßwiderstand
Nachlast ist systolische Wandspannung, abhängig von Druck, Radius und Wanddicke
Mehr Schlagvolumen heißt mehr Kontraktilität
Auch mehr Vorlast oder weniger Nachlast erhöhen das Schlagvolumen
Klappen öffnen aktiv
Klappen folgen passiv den Druckdifferenzen
Normale EF heißt gesundes Herz
Die EF ist ein relativer Anteil, Herzinsuffizienz mit erhaltener EF ist häufig
Arterien führen sauerstoffreiches Blut
Arterien führen vom Herzen weg, die Lungenarterie führt sauerstoffarmes Blut
Welche Rechnungen musst du sicher können?
Drei Rechenwege kommen in fast jeder Prüfung vor. Das Herzzeitvolumen ist Herzfrequenz mal Schlagvolumen, achte auf die Umrechnung von Millilitern in Liter. Das Schlagvolumen ist enddiastolisches minus endsystolisches Volumen, die Ejektionsfraktion ist Schlagvolumen durch enddiastolisches Volumen. Und im vereinfachten Kreislaufmodell gilt: Fluss gleich Druckdifferenz durch Widerstand. Wer diese drei Formeln mit Einheiten beherrscht, gewinnt sichere Punkte.
Lernheft 04
Herzphysiologie & Kreislauf
Die fünf Lerneinheiten in 18 Modulen: jedes erklärt, stellt eine Fallfrage und prüft den Abruf.
Herzzeitvolumen, Vorlast, Nachlast, Kontraktilität und Frank-Starling
Herzzyklus, Druck-Volumen-Schleife, EF und vegetative Steuerung
Gefäße, Kapillaraustausch, Baroreflex und Kreislaufversagen
Viele Herzthemen sind Bilder: die Druck-Volumen-Schleife, der Herzzyklus mit Druckkurven, die Frank-Starling-Kurve. Zeichne jede dieser Kurven einmal selbst und beschrifte die Eckpunkte aus dem Gedächtnis. Spiele dann Veränderungen durch: Was passiert mit der Schleife bei Aortenstenose, bei Volumengabe, unter Katecholaminen? Beantworte danach eine Fallfrage schriftlich mit einem begründeten Satz, bevor du die Lösung liest. So merkst du, ob du die Logik verstanden hast oder nur ein Stichwort wiedererkennst.
EKG und Mechanik nicht vermischen
Das EKG zeigt die elektrische Erregung, nicht die Auswurfkraft. Elektrische und mechanische Ereignisse sind zeitlich gekoppelt, aber nicht identisch. Wer im Physikum Herzzyklusfragen beantwortet, ordnet EKG-Zacken, Klappenereignisse und Druckkurven sauber zu, ohne aus einem Signal auf das andere zu schließen.
Häufig gestellte Fragen
1. Wie viel Zeit brauche ich für Herz und Kreislauf im Physikum?
Mit soliden Grundlagen reichen meist fünf Lerntage mit je einem Kreuzblock und eine gemischte Wiederholung. Wer bei null beginnt, plant mehr Zeit für Lastgrößen und Herzzyklus ein.
2. Welche Herzthemen kommen im Physikum besonders oft?
Herzzyklus und Druck-Volumen-Schleife, Frank-Starling-Mechanismus, Vorlast und Nachlast, Herzzeitvolumen und EF, vegetative Steuerung sowie Baroreflex und Kapillaraustausch.
3. Wie berechne ich die Ejektionsfraktion?
Schlagvolumen geteilt durch enddiastolisches Volumen. Das Schlagvolumen ergibt sich aus enddiastolischem minus endsystolischem Volumen.
4. Muss ich das EKG fürs Physikum können?
Die Grundlagen ja: Erregungsbildung und -leitung, die Bedeutung der Wellen und Strecken und ihre zeitliche Zuordnung zum Herzzyklus. Eine ausführliche Befundung gehört eher in den klinischen Abschnitt.
5. Hilft mir die Herzphysiologie später in der Klinik?
Ja. Herzinsuffizienz, Klappenfehler, Schock und die Wirkung von Diuretika, Nitraten, Betablockern und Katecholaminen lassen sich direkt aus Vorlast, Nachlast, Kontraktilität und Frequenz ableiten.
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